Kanadische Gold Aktie des Tages: Agnico Eagle Mines Limited

Der Goldpreis hat schon wieder fast ein neues Allzeithoch. Eine spannende Aktie aus diesem Bereich ist die Agnico Eagle Mines Limited (ISIN: CA0084741085 / WKN: 860325). Seit September 2022 konnte sich der Aktienkurs mehr als verfünffachen, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 28 und die zu erwartende Dividendenrendite bei 0,84 Prozent.

Das Geschäftsmodell von Agnico Eagle Mines beruht darauf, dass das Unternehmen Gold in eigenen Minen abbaut, das Erz verarbeitet und das gewonnene Gold auf dem Weltmarkt verkauft. Die Einnahmen entstehen fast ausschließlich aus dem Verkauf dieses Goldes, wobei der Gewinn stark vom aktuellen Goldpreis und den eigenen Produktionskosten abhängt. Je höher der Goldpreis liegt und je niedriger die Kosten pro Unze ausfallen, desto größer fällt der Gewinn aus. Das Unternehmen wurde im Jahr 1957 gegründet und hat seinen Hauptsitz in der kanadischen Stadt Toronto. Dort koordinieren die Führungskräfte alle weltweiten Aktivitäten. Agnico Eagle beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter, die in den Minen, den Verarbeitungsanlagen, der Erkundung und den Verwaltungsstellen arbeiten.

Das Unternehmen betreibt seine Minen ausschließlich in politisch stabilen und rechtssicheren Regionen, um Risiken wie Enteignungen oder starke politische Schwankungen zu vermeiden. Die Minen befinden sich in Kanada, Finnland, Australien und Mexiko. Der größte Teil der Produktion stammt aus Kanada, wo das Unternehmen in den Provinzen Quebec und Ontario sowie im Territorium Nunavut mehrere große Minen betreibt. Zu den wichtigsten Anlagen gehören der LaRonde-Komplex, der Canadian-Malartic-Komplex, die Goldex-Mine, die Detour-Lake-Mine und die Macassa-Mine in Quebec und Ontario sowie die Meliadine-Mine und der Meadowbank-Komplex in Nunavut.

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In Finnland betreibt das Unternehmen die Kittila-Mine, die als größte primäre Goldmine Europas gilt. In Australien liegt die Fosterville-Mine, die für ihre hohen Gehalte bekannt ist, und in Mexiko die Pinos-Altos-Mine. Durch diese geografische Streuung verringert das Unternehmen Abhängigkeiten von einzelnen Regionen und nutzt die jeweiligen geologischen Vorteile.

Das Geschäftsmodell setzt auf niedrige Produktionskosten, die durch ständige Verbesserungen der Abläufe erreicht werden. Die Mitarbeiter optimieren den Abbau, den Transport und die Verarbeitung, etwa durch den Einsatz moderner Maschinen, bessere Planung der Förderung oder höhere Durchsatzraten in den Mühlen. So konnte der durchschnittliche Produktionspreis pro Unze in den letzten Jahren gesenkt werden, was das Unternehmen wettbewerbsfähiger macht, selbst wenn der Goldpreis einmal niedriger ausfällt.

Im Jahr 2024 förderte das Unternehmen mehr als 3,4 Millionen Unzen Gold, und für das Jahr 2025 wurde eine Produktion zwischen 3,3 und 3,5 Millionen Unzen erwartet. Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven belaufen sich auf über 54 Millionen Unzen, was eine lange Lebensdauer der Minen sichert. Zusätzlich zu den bereits als abbaufähig bestätigten Reserven verfügt das Unternehmen über weitere Goldvorkommen, die mit unterschiedlicher Sicherheit erkundet wurden. Etwa 43 Millionen Unzen sind sehr zuverlässig vermessen oder abgeschätzt, und für weitere rund 36 Millionen Unzen gibt es Schätzungen.

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Ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells ist die kontinuierliche Erkundung neuer Vorkommen. Das Unternehmen investiert jedes Jahr erhebliche Summen in Bohrprogramme, um in der Nähe bestehender Minen weitere Goldvorkommen zu entdecken und die Reserven zu erweitern. Projekte wie die unterirdische Erweiterung bei Canadian Malartic, der Ausbau bei Detour Lake oder die Entwicklung von Upper Beaver und Odyssey sollen in den kommenden Jahren die Produktion deutlich steigern. Dadurch wächst die Fördermenge langfristig, ohne dass das Unternehmen in risikoreiche neue Länder expandieren muss.

Das Unternehmen schüttet seit 1983 jährlich Dividenden aus und kauft auch eigene Aktien zurück. In guten Jahren mit hohen Goldpreisen entstehen starke Cashflows, die das Unternehmen für den Schuldenabbau, Investitionen in Projekte oder weitere Rückkäufe nutzt. Die Bilanz ist solide, mit niedriger Verschuldung und hohen Bargeldreserven.

Das Geschäftsmodell konzentriert sich auf langfristige Wertsteigerungen für die Aktionäre, statt auf kurzfristiges schnelles Wachstum. Die Minen haben meist eine Lebensdauer von vielen Jahrzehnten, und das Unternehmen plant sorgfältig, um diese zu verlängern. Risiken wie Preisschwankungen beim Gold, geologische Unsicherheiten oder steigende Energiekosten werden durch die breite Streuung, strenge Kostenkontrolle und starke Finanzen abgefedert.

Im dritten Quartal 2025 ist der Umsatz gestiegen auf 3,06 Milliarden USD (Vorjahreszeitraum: 2,156 Milliarden USD) und das Nettoergebnis ist gestiegen auf 1,055 Milliarden USD (Vorjahreszeitraum: 567,118 Millionen USD).

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