Deutsche Private-Equity Aktie des Tages: Mutares SE & Co. KGaA

Der Private-Equity-Bereich ist aus Anlegersicht sehr interessant, weil bei diesen Aktien oft hohe Dividenden locken, so ist es auch bei Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650 / WKN: A2NB65). Seit September 2022 konnte der Aktienkurs rund 130 Prozent zugelegt, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 21 und die zu erwartende Dividendenrendite bei 5,9 Prozent.

Mutares wurde im Jahr 2008 gegründet und hat seinen Hauptsitz in der Stadt München. Im gesamten Konzern beschäftigt Mutares mehr als 34.500 Mitarbeiter, von denen die meisten in den Portfoliounternehmen arbeiten und nur ein kleiner Teil direkt in der Holding tätig ist.

Das Geschäftsmodell von Mutares zielt darauf ab, verborgene Wertpotenziale in Unternehmen zu entdecken, die andere oft nicht sehen, und diese Potenziale durch gezielte Eingriffe zu heben. Das Unternehmen sucht vor allem nach Geschäftsbereichen, die große Konzerne abgeben, weil sie nicht mehr ins Kerngeschäft passen, oder nach mittelständischen Betrieben, die in einer schwierigen Phase stecken und frischen Schwung brauchen. Solche Firmen haben meist schon ein solides Geschäftsmodell und oft eine bekannte Marke, leiden aber unter mangelnder Rentabilität oder anderen Problemen, die sie allein nicht bewältigen können. Hier setzt die besondere Stärke von Mutares an, denn das Team bringt umfangreiche Erfahrung in der Umgestaltung und Stärkung solcher Betriebe mit.

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Sobald Mutares eine geeignete Firma gefunden hat, startet die erste Phase des Geschäftsmodells mit dem Kauf. Dabei prüft das Unternehmen genau, ob in den ersten ein bis zwei Jahren deutliche Verbesserungen möglich sind und ob ein großes Potenzial für Wertsteigerung vorhanden ist. Der Kaufpreis ist oft niedrig, weil die Verkäufer eine schnelle Lösung wünschen und Mutares bereit ist, komplizierte Fälle zu übernehmen, vor denen andere zurückscheuen.

Nach der Übernahme beginnt die Phase der Neuausrichtung, in der Fachleute von Mutares tief in das neue Portfoliounternehmen eintauchen. Sie unterstützen bei wichtigen Entscheidungen, fördern Investitionen in moderne Anlagen oder neue Erzeugnisse, stärken den Absatz und passen die Fertigung an aktuelle Marktanforderungen an. Das Ziel dieser Phase besteht darin, die Firma rasch wieder gewinnbringend zu machen und eine solide Basis für weiteres Wachstum zu legen. Die Experten von Mutares arbeiten dabei Hand in Hand mit der Leitung des Portfoliounternehmens, damit alle Änderungen reibungslos ablaufen und die Belegschaft einbezogen wird.

Wenn die Firma dann stabilisiert, erfolgt die Optimierungsphase, die das Herz des Geschäftsmodells von Mutares bildet. In dieser Zeit wird der Betrieb weiter verfeinert, neue Marktmöglichkeiten erschlossen und häufig kleinere Firmen hinzugekauft, um Synergien zu nutzen und das Angebot zu erweitern. Diese Ergänzungskäufe spielen eine zentrale Rolle im Geschäftsmodell, denn sie ermöglichen rasches Wachstum und machen die Firma attraktiver für spätere Käufer. Mutares setzt auf anpassungsfähige Pläne, die zur jeweiligen Lage passen, und bringt operative Kenntnisse ein, um Ausgaben zu senken, Einnahmen zu heben und die Konkurrenzfähigkeit zu verbessern.

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Das Unternehmen agiert in verschiedenen Bereichen wie Automobil und Mobilität, Technik und Ingenieurwesen, Infrastruktur und besondere Industrie, Güter und Dienstleistungen sowie Chemie und Materialien. So streut Mutares die Risiken breit und nutzt die Chancen in unterschiedlichen Märkten.

Die abschließende Phase des Geschäftsmodells ist der Verkauf der verbesserten Firma. Nach drei bis fünf Jahren, wenn der Betrieb gewachsen und profitabel ist und einen hohen Wert erreicht hat, veräußert Mutares die Beteiligung wieder. Das Ziel liegt bei einer sieben- bis zehnfachen Steigerung des eingesetzten Kapitals, was durch die vorherigen Maßnahmen erreichbar wird. Der Erlös aus solchen Verkäufen stellt die Hauptquelle für Einnahmen dar, ergänzt durch Beratungsentgelte, die die Portfoliounternehmen an Mutares zahlen, und durch Gewinnausschüttungen aus dem laufenden Betrieb.

In den ersten neun Monaten 2025 ist der Umsatz gestiegen auf 4,7253 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 3,8928 Milliarden Euro) und das Konzernergebnis ist gestiegen auf 256,2 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: -197,3 Millionen Euro).

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