Portugiesische Bau Aktie des Tages: Mota-Engil, SGPS, S.A.

Auch wenn der portugiesische Aktienmarkt nicht so viele Unternehmen zu bieten hat, so gibt es durchaus einige spannende Unternehmen, eines ist Mota-Engil, SGPS, S.A. (ISIN: PTMEN0AE0005 / WKN: 896770). Seit Oktober 2022 hat sich der Aktienkurs verfünffacht, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 12 und die zu erwartende Dividendenrendite liegt bei 2,94 Prozent.

Das Geschäftsmodell von Mota-Engil basiert auf der Umsetzung großer Bauprojekte und Ingenieurleistungen in verschiedenen Regionen der Welt. Das Unternehmen mit seinen rund 51.000 Mitarbeitern wurde im Jahr 1946 von Manuel António da Mota als Mota & Cia gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in der Stadt Porto in Portugal. In den ersten Jahrzehnten arbeitete das Unternehmen ausschließlich in Afrika, vor allem in Angola. Erst im Jahr 1975 übernahm das Unternehmen das erste Projekt in Portugal selbst. Die Tätigkeit konzentrierte sich lange auf den Bau von Infrastruktur wie Straßen, Gebäuden und Anlagen. Das Unternehmen wuchs stetig und wurde im Jahr 1987 an der Börse in Lissabon notiert. Dadurch konnte es Kapital für weitere Expansionen aufnehmen.

Ende der 1990er Jahre erweiterte das Unternehmen seinen Bereich nach Mitteleuropa mit einem Standort in Polen und nach Lateinamerika mit dem Einstieg in Peru. Der entscheidende Wachstumsschritt kam im Jahr 2000, als die Mota-Familie das portugiesische Bauunternehmen Engil übernahm und mit dem eigenen Unternehmen fusionierte. Durch diese Fusion wurde das Unternehmen zum Marktführer in Portugal im Bereich Bau und Ingenieurwesen. Das Geschäftsmodell ruht vor allem auf diesem Kernbereich, in dem das Unternehmen große Verträge für den Bau von Eisenbahnstrecken, Flughäfen, Industrieanlagen und zivilen Bauwerken in Ausschreibungen gewinnt. Die Projekte laufen oft über mehrere Jahre und sorgen für stabile Einnahmen.

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Besonders stark ist das Unternehmen in Afrika präsent, wo es den sechsten Platz unter allen Bauunternehmen einnimmt und das führende europäische Unternehmen in der Region ist. In Lateinamerika erreicht das Unternehmen den zweiten Platz und in Europa den elften Platz unter den größten Bauunternehmen. Die wichtigsten Märkte sind Angola, Mexiko und Nigeria, die zusammen einen großen Teil des Auftragsbestands ausmachen. Ein Viertel des Bestands entfällt auf Eisenbahnprojekte, ein weiteres Viertel auf zivile Bauarbeiten und fast die Hälfte auf industrielle Anlagen. Diese industriellen Projekte bringen besonders stabile Gewinne, weil sie lange Laufzeiten haben und oft verlängert werden.

Neben dem Kernbereich Bau und Ingenieurwesen hat das Unternehmen sein Geschäftsmodell durch weitere Bereiche ergänzt. Seit 1995 ist das Unternehmen im Umweltbereich tätig, vor allem bei der Sammlung und Behandlung von Abfall. Im Jahr 2014 übernahm es den Marktführer in Portugal für Abfallbehandlung und stärkte damit diesen Bereich. Dieser Teil des Geschäftsmodells bringt regelmäßige und langfristige Einnahmen, weil die Verträge oft über viele Jahre laufen. Im Jahr 2015 trat das Unternehmen in die Stromerzeugung in Mexiko ein und im Jahr 2018 in den Bereich Wartung von Anlagen im Öl- und Gasbereich in Brasilien. Diese Schritte machen das Geschäftsmodell breiter und weniger abhängig von nur einem Bereich.

Im Jahr 2021 wurde ein chinesisches Unternehmen mit 32,4 Prozent zum wichtigen Anteilseigner, was neue Möglichkeiten für Projekte eröffnete. Das Unternehmen arbeitet in mehr als 20 Ländern und nutzt seine Erfahrung aus Afrika und Lateinamerika, um in schwierigen Märkten erfolgreich zu sein.

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Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 ist der Umsatz gestiegen auf 2,745 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 2,732 Milliarden Euro) und das zurechenbare Nettoergebnis ist gestiegen auf 59,435 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 49,336 Millionen Euro).

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