Business Development Company (BDC) Aktie des Tages: FS KKR Capital Corp.

Wer ein Hochdividendendepot aufbauen möchte, kommt um Business Development Companies nicht herum, eine sehr erfolgreiche ist die FS KKR Capital Corp. (ISIN: US3026352068 / WKN: A2P6TH). Seit Februar 2025 hat der Aktienkurs rund 45 Prozent verloren, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei unter 14 und die zu erwartende Dividendenrendite bei 20,8 Prozent.
Das Unternehmen FS KKR Capital ist eine Business Development Company, auf Deutsch würde man sagen Geschäftsentwicklungsunternehmen. Eine Business Development Company ist eine besondere Form eines Investmentunternehmens in den Vereinigten Staaten, das Kapital von Anlegern einsammelt und dieses vor allem in kleine und mittlere private Unternehmen investiert, um deren Wachstum und Entwicklung zu fördern. Diese Unternehmen bieten privaten Gesellschaften Finanzierungsmöglichkeiten, die sie am öffentlichen Kapitalmarkt oft nicht erhalten würden, und tragen so zur Stärkung der Wirtschaft bei. Im Gegenzug genießen Business Development Companies steuerliche Vorteile: Sie sind verpflichtet, mindestens 90 Prozent ihrer steuerpflichtigen Erträge als Ausschüttungen an die Aktionäre weiterzugeben, wodurch sie auf Unternehmensebene keine Körperschaftsteuer zahlen müssen.

Das Geschäftsmodell des Unternehmens baut genau auf dieser Struktur auf. Es sammelt Kapital von Anlegern ein und vergibt dieses Geld in Form von Krediten an private Unternehmen in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen aus Philadelphia wurde 2007 gegründet. Das Unternehmen hat kein eigenes internes Management, sondern wird von externen Beratern geleitet, genauer gesagt von FS/KKR Advisor LLC.
Die Zielunternehmen gehören meist dem oberen Mittelstand an und erzielen ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 25 und 150 Millionen USD. Das Unternehmen vergibt vor allem vorrangig gesicherte Kredite, die durch Vermögenswerte der Schuldner abgesichert sind und bei denen das Unternehmen im Fall von Zahlungsschwierigkeiten als einer der ersten Gläubiger bedient wird. Solche Kredite bilden den größten Teil des Anlagebestands, der einen Wert von mehr als 13 Milliarden USD hat und sich auf über 220 verschiedene Schuldner verteilt. Durch diese breite Streuung verringert das Unternehmen das Risiko, dass Probleme bei einem einzelnen Schuldner den gesamten Bestand stark beeinträchtigen.
Die Einnahmen des Unternehmens entstehen hauptsächlich aus den Zinsen, die die Schuldner auf die Kredite zahlen, sowie aus Gebühren, die bei der Vergabe oder Verwaltung der Kredite anfallen. Ein kleinerer Teil der Einnahmen stammt aus Ausschüttungen von Beteiligungen oder aus Gewinnen, wenn das Unternehmen Anteile an Schuldnern verkauft. Das Unternehmen achtet darauf, dass viele Kredite variable Zinssätze haben, sodass die Einnahmen steigen, wenn die Marktzinsen anziehen.
Um mehr Kapital einsetzen zu können, nimmt das Unternehmen eigene Schulden auf, etwa durch Kreditlinien oder die Ausgabe von Anleihen, die meist langfristig laufen. Dadurch entsteht ein Hebeleffekt, der die Rendite auf das Eigenkapital erhöht, solange die Zinskosten für die eigenen Schulden niedriger sind als die Erträge aus den vergebenen Krediten. Das Unternehmen arbeitet eng mit dem externen Berater zusammen, der geeignete Schuldner auswählt, die Kredite gründlich prüft und den gesamten Anlagebestand laufend überwacht. Bei der Auswahl der Schuldner wird großer Wert darauf gelegt, dass diese in Branchen tätig sind, die weniger von Konjunkturschwankungen betroffen sind, wie etwa Software, Gesundheitswesen oder gewerbliche Dienstleistungen. Diese Branchen machen zusammen einen großen Teil des Anlagebestands aus und sorgen dafür, dass die Einnahmen möglichst gleichmäßig fließen.
Neben den vorrangig gesicherten Krediten vergibt das Unternehmen auch nachrangige Kredite oder beteiligt sich am Eigenkapital der Schuldner, allerdings nur in geringerem Umfang, um das Risiko zu begrenzen.
Der Gesamtertrag aus Kapitalanlagen ist im dritten Quartal 2025 zurückgegangen auf 373 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: 441 Millionen USD) und der Netto-Kapitalertrag ging zurück auf 159 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: 215 Millionen USD).
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