Spanische Verteidigungsindustrie Aktie des Tages: Indra Sistemas, S.A.

Bei Rüstungsaktien denken die wenigsten Anleger vermutlich an Spanien, aber auch dort gibt es eine interessante Perle aus diesem Sektor, Indra Sistemas, S.A. (ISIN: ES0118594417 / WKN: 873570). Seit August 2022 konnte sich der Aktienkurs fast verachtfachen, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 17,5 und die zu erwartende Dividendenrendite bei 0,50 Prozent.

Indra Sistemas, S.A. wurde 1992 durch die Fusion der privaten Ceselsa und des öffentlichen Inisel gegründet und hat seinen Hauptsitz in Alcobendas bei Madrid in Spanien. Das Unternehmen agiert in den Bereichen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Flugsicherung, Mobilität sowie digitale Technologien und ist in über 140 Ländern tätig.

Das Geschäftsmodell beruht auf der Entwicklung, Integration und dem Betrieb hochtechnologischer Systeme und Lösungen für öffentliche und private Auftraggeber. Im Verteidigungsbereich liefert das Unternehmen Radare, elektronische Kriegsführungssysteme, Kampffahrzeuge, Cyberabwehr und Munition, oft im Rahmen großer Modernisierungsprogramme. Die Flugsicherungssparte (ATM) umfasst Überwachungs- und Automatisierungssysteme, während die Mobilitätsdivision intelligente Verkehrslösungen, Mautsysteme und multimodale Transporttechnologien bereitstellt. Über die Tochter Minsait bietet Indra IT-Beratung, digitale Transformation, Cloud- und Datenlösungen sowie Outsourcing an, wobei der Fokus zunehmend auf hochwertigen Dienstleistungen liegt.

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Die Umsätze stammen vorwiegend aus langfristigen Verträgen mit Regierungen und Unternehmen, ergänzt durch Produktverkäufe und Dienstleistungen in den Kernsparten. Das Geschäftsmodell kombiniert projektbasierte Systemintegration mit industrieller Fertigung und wiederkehrenden Wartungs- und Betriebsleistungen, unterstützt durch starke Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen.

In den kommenden Jahren strebt Indra ein zweistelliges Wachstum an und will sich als führendes europäisches Unternehmen in den Bereichen Verteidigung, Raumfahrt und fortschrittlichen Digitaltechnologien etablieren. Bis 2030 plant das Unternehmen den Aufbau einer eigenständigen Space-Einheit mit Ende-zu-Ende-Fähigkeiten, die Umsätze von etwa einer Milliarde Euro anpeilt, gestützt auf Beteiligungen wie Hispasat und Hisdesat sowie Programme wie IRIS². Parallel soll IndraMind als KI-Plattform für multidomäne Operationen und zivile Anwendungen ebenfalls auf über eine Milliarde Euro Umsatz wachsen, bei jährlichen Wachstumsraten von 25 bis 30 Prozent.

Die Wachstumsstrategie umfasst die Ausweitung der industriellen Kapazitäten durch neue Werke in Spanien und international, die Führung großer Verteidigungsprogramme mit einem Auftragsbestand im zweistelligen Milliardenbereich sowie gezielte Akquisitionen und Partnerschaften. Minsait wird auf hochwertige Digital- und KI-Lösungen umgestellt, während nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche wie BPO veräußert werden. Indra investiert stark in die Bereiche Forschung, Cyber, Quanten und Photonik und zielt für 2026 auf Umsätze von über 7 Milliarden Euro sowie ein EBIT von über 700 Millionen Euro ab.

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Im dritten Quartal 2026 ist der Umsatz gestiegen auf 1,466 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 1,162 Milliarden Euro) und der Nettogewinn ist gestiegen auf 136 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 77 Millionen Euro). Der freie Cashflow ist gestiegen auf 205 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: -8 Millionen Euro) und der Backlog lag bei 22,165 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 9,512 Milliarden Euro).

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