Britische Infrastruktur- und Private-Equity-Investmentmanager Aktie des Tages: Foresight Group Holdings Limited

Ein aus Anlegersicht sehr interessanter Bereich, vor allem unter dem Aspekt Dividende, ist der Sektor der Infrastruktur- und Private-Equity-Investmentmanager-Unternehmen, wie die britische Foresight Group Holdings Limited (ISIN: DE000A2NB650 / WKN: A2NB65). Seit April 2025 konnte der Aktienkurs rund ein Drittel zulegen, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 15 und die zu erwartende Dividendenrendite bei 5,81 Prozent.

Foresight wurde im Jahr 1984 gegründet und hat seinen Hauptsitz in London. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter, die in verschiedenen Büros in Großbritannien, Irland, Italien, Spanien, Australien und Luxemburg tätig sind. Das Geschäftsmodell von Foresight dreht sich darum, dass das Unternehmen als unabhängiger Vermögensverwalter Geld von Investoren einsammelt und dieses in Fonds anlegt, die sich vor allem auf nachhaltige und infrastrukturbezogene Bereiche konzentrieren. Die Gruppe verwaltet ein Vermögen von rund 13,7 Milliarden Britischen Pfund, das sich auf unterschiedliche Anlageklassen verteilt. Der größte Teil des verwalteten Vermögens liegt in realen Vermögenswerten, die Projekte in der Energiewende, im Verkehrsbereich, in sozialer Infrastruktur wie Pflegeheimen und in nachhaltiger Forstwirtschaft umfassen.

Ein weiterer wichtiger Bereich sind private Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen, die vor allem in Technologie, Gesundheitswesen, Dienstleistungen und regionaler Wirtschaft aktiv sind. Der dritte Bereich betrifft das Kapitalmarktgeschäft, das offene Fonds mit börsennotierten Aktien und anderen liquiden Anlagen anbietet. Die Einnahmen von Foresight stammen zu einem sehr hohen Anteil aus wiederkehrenden Quellen, die etwa 87 Prozent der Gesamteinnahmen ausmachen und damit für große Stabilität sorgen. Der Hauptteil dieser Einnahmen stammt aus Verwaltungsgebühren, die das Unternehmen auf das verwaltete Vermögen erhebt und die regelmäßig anfallen, solange die Fonds bestehen. Zusätzlich verdient das Unternehmen Gebühren für die Verwaltung der Fondsstrukturen sowie Aufsichtsrats- und Überwachungsgebühren, die direkt von den Portfoliounternehmen gezahlt werden. Diese wiederkehrenden Einnahmen machen das Geschäftsmodell von Foresight besonders widerstandsfähig, weil sie wenig von Marktschwankungen oder einzelnen Transaktionen abhängen. In bestimmten Fällen kommen Erfolgsgebühren hinzu, die ausgelöst werden, wenn Fonds besonders hohe Renditen erzielen oder Beteiligungen gewinnbringend verkauft werden.

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Das Geschäftsmodell von Foresight basiert darauf, dass über 90 Prozent des verwalteten Vermögens in geschlossenen Fonds gebunden ist, bei denen das Kapital über viele Jahre investiert bleibt und dadurch planbare Gebühreneinnahmen entstehen. Das Unternehmen sammelt Kapital sowohl von institutionellen Anlegern wie Pensionskassen und Versicherungen als auch von privaten Investoren, die häufig über steuerbegünstigte Produkte wie Risikokapitaltrusts oder Erbschaftsteuerlösungen einsteigen. Diese steuerbegünstigten Strukturen sind besonders in Großbritannien gefragt und tragen stark zum Wachstum bei.

Foresight legt großen Wert darauf, dass die Investitionen nicht nur finanzielle Erträge bringen, sondern auch messbare positive Wirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben. Viele Projekte fördern den Ausbau erneuerbarer Energien wie Solar- und Windkraft, den Bau moderner Infrastruktur oder die Entwicklung nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft. Durch diesen klaren Nachhaltigkeitsfokus gewinnt Foresight immer mehr Investoren, die verantwortungsvolle Anlagen suchen. Das Geschäftsmodell wächst auch durch gezielte Übernahmen anderer Vermögensverwalter, die neue Fonds, Kundenbeziehungen und Fachkenntnisse einbringen. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen mehrere solche Akquisitionen abgeschlossen, die das Angebot erweitern und zusätzliches Vermögen hinzufügen.

Die Mitarbeiter von Foresight arbeiten eng mit den Portfoliounternehmen zusammen und unterstützen diese nicht nur finanziell, sondern auch mit strategischem und operativem Know-how. Dieser aktive Betreuungsansatz hilft, die Wertentwicklung der Beteiligungen zu verbessern und letztlich höhere Renditen sowie zusätzliche Gebühren zu erzielen. Das Unternehmen unterhält Büros in mehreren Ländern, um nah an den Investitionsmöglichkeiten zu bleiben, etwa in Australien für erneuerbare Energien oder in Südeuropa für Infrastrukturprojekte. Foresight schüttet regelmäßig Dividenden an die Aktionäre und kauft gelegentlich eigene Aktien zurück, um den Wert für die Eigentümer zu steigern. Das Geschäftsmodell von Foresight hat sich in den letzten Jahren als robust erwiesen, weil die Nachfrage nach nachhaltigen Infrastrukturanlagen und regionaler Wirtschaftsförderung weiter steigt.

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Die Gruppe legt kontinuierlich neue Fonds auf, wie kürzlich die zweite Generation des Flaggschiff-Fonds für die Energiewende oder regionale Private-Equity-Fonds mit starken ersten Abschlüssen. Durch die Kombination aus stabilen Gebühreneinnahmen und gelegentlichen Erfolgsprämien schafft Foresight ein ausgewogenes Verhältnis zwischen vorhersehbaren Erträgen und Wachstumspotenzial. Das Unternehmen plant, das verwaltete Vermögen weiter zu erhöhen, indem es bestehende Investoren hält, neue gewinnt und durch organische sowie anorganische Schritte expandiert. Foresight ist damit ein bedeutender Akteur bei der Finanzierung der Energiewende, resilienter Infrastruktur und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung.

Im ersten Halbjahr 2026 ist der Umsatz gestiegen auf 81,522 Millionen GBP (Vorjahreszeitraum: 73,194 Millionen GBP) und das den Stammaktionären zurechenbare Nettoergebnis ist gestiegen auf 18,391 Millionen GBP (Vorjahreszeitraum: 12,652 Millionen GBP).

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