Britische Lebensmittel Aktie des Tages: Nomad Foods Limited

Gegessen und getrunken wird bekannterweise immer, von daher sind Nahrungsmittelaktien aus Anlegersicht durchaus einen Blick wert, wie Nomad Foods Limited (ISIN: VGG6564A1057 / WKN: A112D1). Seit Mai 2021 hat der Aktienkurs rund 60 Prozent nachgegeben, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 8 und die zu erwartende Dividendenrendite bei 5,43 Prozent.

Das Geschäftsmodell von Nomad Foods basiert darauf, dass das Unternehmen ein starkes Portfolio bekannter Marken in der Tiefkühlkostbranche aufbaut und pflegt. Nomad Foods verdient sein Geld vor allem durch die Herstellung und den Verkauf von gefrorenen Lebensmitteln, die in vielen Haushalten als unverzichtbar gelten. Die Produkte umfassen gefrorenen Fisch, Gemüse, Geflügel, Kartoffelerzeugnisse, Pizzen und Fertigmahlzeiten, die den Verbrauchern Bequemlichkeit und lange Haltbarkeit bieten. Das Unternehmen wurde im Jahr 2014 gegründet, bekannt wurde es durch die Übernahme der iglo-Gruppe 2015. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt im Vereinigten Königreich, von wo aus die zentrale Steuerung und die strategischen Entscheidungen erfolgen. Das Unternehmen beschäftigt etwa 8.000 Mitarbeiter, die in Fabriken, Büros und Vertriebsstellen in ganz Europa arbeiten.

Das Geschäftsmodell setzt auf lokale Markenstärke, denn in jedem Land nutzt das Unternehmen die dort beliebtesten Markennamen. In Deutschland steht die Marke iglo für zuverlässige Fischstäbchen und Gemüsepackungen, die viele Familien regelmäßig kaufen. Im Vereinigten Königreich dominiert die Marke Birds Eye den Markt mit ähnlichen Produkten, während in Italien die Marke Findus eine führende Rolle spielt. Durch diese regionale Anpassung erreicht das Unternehmen eine hohe Kundenbindung und stabile Umsätze. Die Produkte werden in eigenen Produktionsstätten hergestellt, die über mehrere europäische Länder verteilt sind. Das ermöglicht kurze Transportwege für frische Zutaten und eine effiziente Fertigung. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, dass die Rohstoffe qualitativ hochwertig und möglichst nachhaltig bezogen werden. Der Fisch stammt zum Beispiel aus Beständen, die verantwortungsvoll bewirtschaftet werden, und das Gemüse stammt oft aus regionalen Anbauten. Nach der Ernte oder dem Fang werden die Lebensmittel schnell tiefgefroren, wodurch Nährstoffe und Geschmack erhalten bleiben.

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Der Vertrieb läuft hauptsächlich über große Einzelhandelsketten und Discounter. Das Unternehmen schließt langfristige Lieferverträge ab, die eine zuverlässige Abnahme sichern. Zusätzlich unterstützt es den Verkauf durch regelmäßige Werbeaktionen. Das Geschäftsmodell profitiert davon, dass Tiefkühlkost wenig Abfall erzeugt und lange lagerfähig ist, was in Zeiten steigender Lebensmittelpreise besonders geschätzt wird. Das Unternehmen investiert sehr viel Geld für die Entwicklung neuer Rezepturen, um auf die Verbraucherwünsche zu reagieren. Es entwickelt Produkte mit weniger Salz oder Zucker, pflanzliche Varianten und Optionen für spezielle Ernährungsbedürfnisse. Solche Neuerungen helfen dabei, Marktanteile zu halten und zu erweitern.

Ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells sind Akquisitionen, durch die das Unternehmen sein Portfolio erweitert. Seit der Gründung hat es mehrere bekannte Tiefkühlmarken übernommen und in die eigene Struktur integriert. Dadurch entstehen Synergien in der Produktion und im Einkauf, die die Kosten senken und die Gewinne steigern. Das Unternehmen finanziert solche Übernahmen durch operative Erträge und durch Kapital, das es an der Börse beschafft.

Das Geschäftsmodell ist so aufgebaut, dass es widerstandsfähig gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen bleibt. Tiefkühllebensmittel gehören zu den Grundnahrungsmitteln, die auch in schwierigen Zeiten nachgefragt werden. Das Unternehmen nutzt diese Stabilität, um kontinuierlich zu wachsen und seine Marktposition zu festigen. Durch die Kombination aus starken Marken, effizienter Produktion und gezielter Innovation schafft es Wert für Verbraucher, Handelspartner und Investoren gleichermaßen. Die Strategie konzentriert sich darauf, in den Kernkategorien führend zu bleiben und gleichzeitig neue Chancen zu nutzen, die sich durch veränderte Essgewohnheiten ergeben.

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Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 lag der Umsatz bei 752,4 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 769,6 Millionen Euro) und das Nettoergebnis ist zurückgegangen auf 57,6 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 70,3 Millionen Euro).

Ein zentraler Grund für die schwache Entwicklung war das ungewöhnlich warme Wetter in Europa während des Sommers und Frühherbstes 2025. Die Verbraucher griffen seltener zu Tiefkühlprodukten, weil sie frische Alternativen bevorzugten oder weniger zu Hause kochten. Die gesamte Kategorie Tiefkühlkost zeigte dadurch Volatilität.

Ein weiterer wichtiger Faktor war die Verzögerung bei der Weitergabe gestiegener Kosten an seine Kunden. Das Unternehmen sah sich mit höheren Ausgaben für Rohstoffe, Energie, Arbeit und Verpackungen konfrontiert, konnte diese Inflation aber nicht sofort vollständig durch Preiserhöhungen ausgleichen.

Hinzu kamen Lagerabbau-Maßnahmen bei den Handelspartnern, die zu zusätzlichen negativen Effekten auf das Volumen führten sowie Kunden, die verstärkt günstigere oder weniger margenstarke Produkte kauften.

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