Kanadische Fluggesellschaft Aktie des Tages: Cargojet Inc.

Fluggesellschaften sind bei Anlegern nicht so beliebt, wofür es durchaus Gründe gibt, dennoch wäre Cargojet Inc. (ISIN: SE0022088217 / WKN: A40E7H) aus Kanada einmal einen näheren Blick wert. Seit August 2021 hat der Aktienkurs rund 55 Prozent verloren, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 12 und die zu erwartende Dividendenrendite liegt bei 1,43 Prozent.

Cargojet ist ein führendes kanadisches Unternehmen im Bereich des Luftfrachttransports. Das Unternehmen wurde im Jahr 2002 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Mississauga in der Provinz Ontario. Cargojet beschäftigt rund 1.840 Mitarbeiter, die in Flugbetrieb, Wartung, Planung und Kundendienst arbeiten.

Das Geschäftsmodell des Unternehmens dreht sich um den zuverlässigen Transport von zeitkritischen Waren per Flugzeug. Cargojet betreibt ein dichtes Netzwerk, das 16 große Städte in Kanada miteinander verbindet. Die Flüge finden meist über Nacht statt, sodass Pakete und Güter am nächsten Morgen beim Empfänger ankommen. Das nationale Netzwerk bildet den Kern der Tätigkeit und sorgt für stabile Einnahmen. Die Kunden können feste Verträge für regelmäßige Transporte abschließen oder kurzfristig Frachtraum buchen, je nachdem, wie viel Ware gerade anfällt. Zusätzlich stellt Cargojet seinen Partnern ganze Flugzeuge zur Verfügung, zusammen mit der vollständigen Besatzung, der laufenden Wartung und der notwendigen Versicherung. Solche dedizierten Dienste laufen oft über mehrere Jahre und geben den Auftraggebern Planungssicherheit.

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Das Unternehmen fliegt auch auf festen internationalen Routen, zum Beispiel zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten, Mexiko, Großbritannien, Deutschland oder Asien. Außerdem bietet es flexible Charter-Flüge an, die an Wochenenden oder für besondere Aufträge eingesetzt werden. Diese Vielfalt macht das Geschäftsmodell flexibel und widerstandsfähig gegen Schwankungen in einzelnen Märkten.

Die Flotte umfasst 41 Frachtflugzeuge, von denen die meisten dem Unternehmen selbst gehören. Früher hat Cargojet hauptsächlich Flugzeuge für andere Betreiber bereitgestellt, doch seit der Gründung hat es sich zu einem vollständig integrierten Anbieter entwickelt.

Zu den wichtigsten Kunden zählt Amazon, der Produkte weltweit verkauft und auf rasche Lieferungen an seine Kunden angewiesen ist. Ein weiterer großer Partner ist DHL, der Pakete und Frachtsendungen über Kontinente hinweg transportiert und auf pünktliche Zustellung spezialisiert ist. Weitere Kunden sind Purolator als führender kanadischer Kurierdienst, UPS und FedEx als internationale Paket- und Frachtanbieter sowie Brink’s für wertvolle Güter oder Canada Post. Diese breite Kundenbasis sorgt dafür, dass Cargojet nicht von einem einzelnen Auftraggeber abhängig ist. Die Verträge mit diesen Partnern sind meist langfristig angelegt, was dem Unternehmen eine gute Übersicht über zukünftige Einnahmen verschafft.

Das Geschäftsmodell nutzt Skaleneffekte, indem es feste Strecken mit hoher Auslastung kombiniert und bei Bedarf zusätzliche Kapazitäten bereitstellt. Cargojet passt seine Flüge regelmäßig an die Nachfrage an, etwa wenn der Online-Handel wächst oder saisonale Spitzen auftreten.

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Im dritten Quartal 2025 ist der Umsatz zurückgegangen auf 219,9 Millionen CAD (Vorjahreszeitraum: 245,6 Millionen CAD) und das Nettoergebnis ist zurückgegangen auf 8,8 Millionen CAD (Vorjahreszeitraum: 29,7 Millionen CAD). Der Rückgang ist hauptsächlich auf makroökonomische Herausforderungen und Veränderungen in den internationalen Märkten zurückzuführen.

Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf makroökonomische Herausforderungen und Veränderungen in den internationalen Märkten zurückzuführen, wobei der ACMI-Umsatz (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) um 22,2 Prozent auf 54,6 Millionen CAD fiel, verursacht durch die Umverteilung von Flugzeugen von Langstreckenrouten in Asien und Europa zu kürzeren Südamerika-Routen, was zu einem 16-prozentigen Rückgang der Blockstunden führte, und der Charter-Umsatz um 20,7 Prozent auf 32,9 Millionen CAD abnahm, bedingt durch eine Reduzierung der geplanten Charterflüge zwischen China und Kanada von durchschnittlich fünf auf drei pro Woche sowie weniger Ad-hoc-Charter. Diese Entwicklungen resultierten aus globalen Handelsstörungen wie anhaltenden Zöllen, dem Wegfall der US-de-minimis-Befreiung (Zollfreiheit für Kleinsendungen), die E-Commerce-Ströme über den Pazifik beeinträchtigte, und geopolitischen Unsicherheiten, die die Nachfrage dämpften, sowie aus Veränderungen im globalen Handel durch anhaltende Barrieren, die zu einer neuen Normalität geworden sind, und Auswirkungen des Handelskriegs zwischen USA und China, der Frachtströme über Kanada beeinträchtigte.

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