Versicherer Aktie des Tages: Hippo Holdings Inc.

Auch in der Versicherungsbranche verändert sich vieles durch die Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Ein aufstrebendes Unternehmen das davon profitiert und stark wächst ist die Hippo Holdings Inc. (ISIN: US4335392027 / WKN: A3DU9Y). Im August 2021 kam das Unternehmen über einen SPAC an die Börse. Seitdem hat der Aktienkurs über 90 Prozent verloren und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei unter 8.
Das Geschäftsmodell des Unternehmens Hippo dreht sich um die Bereitstellung von Versicherungsschutz für Hausbesitzer in den USA, wobei der Fokus auf moderner Technologie und präventiver Risikobewertung liegt. Das Unternehmen wurde im Jahr 2015 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Palo Alto im Bundesstaat Kalifornien. Derzeit beschäftigt Hippo etwa 600 Mitarbeiter, die in Bereichen wie Technologieentwicklung, Risikomanagement und Kundenservice tätig sind. Hippo nutzt digitale Tools, um den Abschluss von Versicherungen einfach und schnell zu gestalten. Die Kunden geben Informationen zu ihrem Haus ein, und das System analysiert diese Daten, um ein passendes Angebot zu erstellen. Der Schutz umfasst Schäden durch Feuer, Wasser, Sturm oder Einbruch, aber das Unternehmen geht einen Schritt weiter, indem es Geräte für intelligente Häuser empfiehlt, die Lecks oder Rauch früh erkennen und so Schäden verhindern. Dadurch sinken die Schadensfälle, was für beide Seiten vorteilhaft ist.

Ein wesentlicher Teil des Geschäftsmodells ist das eigene Programm für Hausversicherungen. Hier übernimmt Hippo die Rolle eines Vermittlers, der die Policen verwaltet und die Risiken sorgfältig auswählt. Die Prämien werden auf Basis detaillierter Analysen berechnet, sodass sie fair bleiben und gleichzeitig Gewinne ermöglichen. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen zahlreiche Anpassungen an den Preisen und den Vertragsbedingungen vorgenommen, um die Verlustrate zu verringern. Die Kundenbasis wird in Regionen aufgebaut, in denen die Risiken überschaubar sind. So steigen die Prämien, während die Ausgaben für Schäden sinken.
Ein weiterer wichtiger Pfeiler des Geschäftsmodells ist die Plattform Spinnaker. Diese Plattform dient als Träger für Versicherungsprodukte von Partnern. Spinnaker übernimmt formal die Verträge, gibt aber die meisten Risiken an spezialisierte Rückversicherer weiter. Das Unternehmen erhält dafür Gebühren und Provisionen, ohne selbst stark von Schadensschwankungen betroffen zu sein. Diese Einnahmen sind stabiler als die aus dem eigenen Programm, da sie weniger von Naturkatastrophen abhängen. Die Plattform zieht weitere Vermittler an, die ihre Produkte platzieren wollen, und das Volumen wächst dadurch stetig.
Das gesamte Geschäftsmodell zielt darauf ab, verschiedene Risiken zu mischen und so eine hohe Rendite bei geringer Schwankung zu erreichen. Die Technologie ermöglicht präzise Bewertungen, die traditionelle Versicherer oft nicht erreichen. Die Führungskräfte passen die Strategie flexibel an Marktveränderungen an, etwa an Zyklen in der Rückversicherung. Technologie automatisiert viele Prozesse, was die Betriebskosten niedrig hält und die Skalierung erleichtert. Die Mitarbeiter entwickeln Systeme, die Risiken besser vorhersagen und Preise optimieren können. Kunden erhalten über eine App Zugang zu Pflegetipps und Dienstleistern, was die Zufriedenheit steigert und Schäden weiter reduziert. Die geografische Ausbreitung wird gezielt gesteuert, um in günstigen Märkten zu wachsen.
Im dritten Quartal 2025 ist der Umsatz gestiegen auf 120,6 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: 95,5 Millionen USD) und das Nettoergebnis ist gestiegen auf 98,1 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: -8,5 Millionen USD).
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