Amerikanische Telekommunikation Satelliten Aktie des Tages: AST SpaceMobile, Inc.

AST SpaceMobile, Inc. (ISIN: US4859241048 / WKN: A411WA) war eine der Outperformer-Aktien 2024 und 2025. Seit Januar 2026 hat der Aktienkurs rund 70 Prozent verloren. Daher ist diese Aktie jetzt einmal einen näheren Blick wert.
AST SpaceMobile, Inc. wurde 2017 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Midland im US-Bundesstaat Texas, wo sich auch die wichtigsten Fertigungs- und Integrationsstätten für die Satelliten befinden. Das Unternehmen beschäftigt aktuell etwa 1.126 Mitarbeiter. Es entwickelt und fertigt eine Konstellation von BlueBird-Satelliten mit besonders großen Phased-Array-Antennen, die eine direkte Verbindung zu handelsüblichen, unveränderten Smartphones ermöglichen sollen.

Das Geschäftsmodell beruht darauf, ein weltraumgestütztes Mobilfunkbreitbandnetz aufzubauen, das als Ergänzung zu den bestehenden terrestrischen Netzen dient. Statt Endkunden direkt zu bedienen, arbeitet AST SpaceMobile eng mit Mobilfunknetzbetreibern wie AT&T, Verizon, Vodafone und weiteren Partnern zusammen. Diese nutzen ihre eigenen Frequenzlizenzen und verkaufen die erweiterte Abdeckung an ihre Abonnenten, während AST Kapazität und Infrastruktur im Großhandel bereitstellt. Die Umsätze stammen bisher vor allem aus dem Verkauf und der Installation von Bodenstationen sowie aus Meilensteinzahlungen; künftig sollen wiederkehrende Gebühren für die Nutzung der Satellitenkapazität hinzukommen. Zusätzlich entwickelt das Unternehmen Anwendungen für Regierungs- und Verteidigungszwecke.
In den kommenden Jahren will AST SpaceMobile die BlueBird-Konstellation deutlich ausbauen, um in wichtigen Märkten zunächst intermittierende und später kontinuierliche Abdeckung zu erreichen. Aktuell befinden sich etwa 13 Satelliten im Orbit, und weitere Starts sind geplant, wobei das Unternehmen bis Anfang 2027 rund 45 Satelliten anstrebt und längerfristig mehrere Hundert Einheiten in Erwägung zieht. Parallel dazu soll die Produktion hochgefahren, die Bodeninfrastruktur mit über 60 Gateways ausgebaut und die Integration in die Netze der Partner beschleunigt werden. Im November 2026 kündigte das Unternehmen zudem den Bau einer eigenen wiederverwendbaren Rakete namens Blacklift an, um ab Ende 2028 die Abhängigkeit von externen Startanbietern zu verringern und die Startkosten zu senken.
Im dritten Quartal 2026 ist der Umsatz gestiegen auf 31,52 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: 1,156 Millionen USD) und der den Stammaktionären zurechenbare Nettoverlust ist gestiegen auf -230,909 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: -99,394 Millionen USD).
Die Hauptgründe für den starken Aktienkurseinbruch sind wiederholte Analysten-Herabstufungen wegen Startverzögerungen, des Verlusts eines Satelliten, der hohen Bewertung im Verhältnis zu den noch geringen Umsätzen und des intensiven Wettbewerbs durch besser finanzierte Rivalen wie Starlink und Blue Origin. Hinzu kamen Gewinn- und Umsatzverfehlungen, ein starker Cash-Burn, steigende Verschuldung durch Wandelanleihen sowie die Sammelklage, die das Vertrauen der Investoren weiter belastet.
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