2 Öl Aktien, an die du bestimmt bisher nicht gedacht hast!

Der Ölpreis ist auf Talfahrt und wird weiter fallen, nicht erst seit der Coronakrise, schon seit Herbst 2018 sind die Ölpreise eingebrochen. Was bedeutet das nun für die Börse?

Die OPEC+ haben sich geeinigt, 9,7 Millionen Barrel Förderkürzungen wurden medienwirksam vereinbart. Natürlich sind die Ölpreise auch gleich hochgesprungen. Alles wieder super mit dem Ölpreis? Nein, alles nur Show und viel heiße Luft!

Vor der Coronakrise lag der weltweite Ölverbrauch bzw. Förderung bei rund 100 Millionen Barrel täglich. Aufgrund der Krise hat die weltweite Ölnachfrage abgenommen, Flugzeuge stehen schön in Reihe sortiert auf den Start- und Landebahnen der Flughäfen, Kreuzfahrtschiffe liegen vor den Bahamas vor Anker, weil die Häfen voll sind und die Fabriken haben geschlossen.

Die aktuelle weltweite Ölnachfrage wird auf rund 65 Millionen Barrel geschätzt, somit haben wir aktuell eine Überproduktion von rund 35 Millionen Barrel täglich. Die Kürzung der Fördermenge gilt ab Mai, was immer noch eine Überproduktion von 25 Millionen Barrel täglich wären. Und ob alle sich daran halten, ist auch noch fraglich.

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Wohin mit dem ganzen Öl? Die weltweiten Öllagerstätten sind fast alle voll, rund eine Milliarde Barrel kann noch laut Schätzungen gelagert werden, dann ist kein Platz mehr. Dies würde bedeuten, dass ab Mitte Mai alle Lagerstätten voll sind.

Die Probleme der Industrie werden noch lange andauern, dementsprechend werden wir auf längerer Sicht wohl kaum den Ölpreis vor dem Crash sehen. Mit einem derartigen Überangebot werden die Ölpreise nicht steigen.

Mit so niedrigen Ölpreisen kann der US-Frackingindustrie nicht überleben, es wird eine Pleitewelle geben, wie schon 2015. Aber auch alle anderen Ölunternehmen werden leiden und vermutlich Verluste einfahren.

Langfristig glaube ich schon, dass der Ölpreis sich etwas erholen wird, wenn die Nachfrage wieder anzieht. Bis dahin wird die Branche es schwer haben. Ich besitze keine Öl- und Gasaktien, beobachte den Markt aber.

Die beliebtesten Öl-Aktien sind Shell, BP, Total, Chevron und ExxonMobil. Mein Interesse liegt allerdings nicht bei den Förderunternehmen, sondern bei den Pipelinebetreibern, auch Midstream genannt, deren Geschäft läuft sehr gut und die Dividendenrenditen sind gigantisch. Natürlich kann es sein, wenn die Förderunternehmen reihenweise pleitegehen, dass die Pipelinebetreiber ihre Preise senken müssen. Dies würde zwar die Dividende mindern, aber selbst das wäre vermutlich noch ein gutes Ergebnis. Die Aktienkurse sind sehr stark eingebrochen und werden vermutlich weiter fallen. Mit ein bisschen Geduld sollte sich ein guter Einstiegspreis finden lassen.

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Ich möchte diese beiden gerne mit in mein Depot aufnehmen, bisher tendiere ich aber nur zu Energy Transfer, aufgrund der höheren Dividendenrendite. ONEOK muss erst noch weiter fallen.

Energy Transfer (WKN: A0JJTN / ISIN: US29273V1008)

21 Prozent Dividendenrendite

https://www.energytransfer.com

ONEOK (WKN: 911060 / ISIN: US6826801036)

12 Prozent Dividendenrendite

https://www.oneok.com


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