Chinesische Aktien im Abwärtsstrudel

Der Coronavirus lässt die chinesischen Aktien einbrechen. Kreuzfahrtschiffe nehmen Passagiere nach Chinareisen nicht mehr an Bord, Airlines haben Flugverbindungen nach China gestrichen, Fabriken haben geschlossen. Einige Staaten erlauben es keinen Chinesen mehr einzureisen. Die Angst vor dem Coronavirus hält die Welt in Atem, die Zahl der Infizierten nimmt weiter zu.

China hatte am 23. Januar den Aktienhandel wegen dem Coronavirus ausgesetzt. Nachdem am Montag die Börsen wieder eröffnet hatten, ging es mit dem Shanghai Composite Index gleich um fast 9 Prozent abwärts. Meine Vermutung ist, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Solange die Anzahl der Infizierten weiter zunimmt, werden vermutlich die chinesischen Aktien weiter unter Druck stehen. Auf Aktien anderer Länder wirkt sich dies bisher nur teilweise aus, aber nicht in diesem Umfang.

Gestern erhielt ich von einem Blog-Leser dazu ein Mail mit der Frage, ob es sinnvoll wäre, in den nächsten Tagen chinesischen Aktien zu kaufen. Ich werde in Zukunft gerne öfter auf Leserfragen hier eingehen. Ihr könnt sie mir gerne per Mail schicken.

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Die Frage ist durchaus berechtigt. Wie viele ja wissen, bin ich kein großer Fan von chinesischen Aktien, weil mir das alles zu undurchsichtig ist, vor allem die chinesischen Finanzunternehmen. Man weiß nie, inwieweit der Staat da wirklich involviert ist und was dort alles für Risiken in den Bilanzen stecken. Wenn die Unternehmen es sich mit dem Staat verscherzen, gehts auf Talfahrt mit der Aktie.

Allerdings muss man auch anerkennen, dass die Chinesen in vielen Bereichen mindestens technisch gleichauf mit westlichen Herstellern sind, in einigen Bereichen, wie 5G, sogar führend. Dennoch stehe ich chinesischen Aktien sehr kritisch gegenüber.

Ich werde definitiv keine chinesischen Aktien kaufen, mir ist der Markt viel zu unsicher.


2 Kommentare
    • IM HAMSTERRAD

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