Coronavirus Börse: Haben wir die Talsohle an den Aktienmärkten jetzt erreicht?

Der Corona-Schlussverkauf hat die Aktienkurse purzeln lassen. Jetzt scheint der Punkt gekommen zu sein, wo die Börse diese Risiken weitestgehend eingepreist hat. Wer in den letzten Tagen Aktien gekauft hat oder jetzt noch kauft, der wird vermutlich in seinem Depot eine positive Wirkung verspüren.

Der Dow Jones war rund 16 Prozent gefallen, dies entsprach auch in meinem Depot dem Minus. Seitdem geht es wieder leicht aufwärts. Wenn es nach mir geht, kann einmal jährlich so ein kleiner Crash kommen.

Viele Menschen sind in Panik geraten und haben ihre Aktien verkauft, darunter wahrscheinlich auch einige Neuaktionäre, welche erst kürzlich das erste Mal investiert haben, auf einem sehr hohen Niveau. Jetzt schimpfen sie vermutlich auf die scheiß Börse, alles Casino, Geld verloren, packen ihr verbliebenes Geld wieder auf ihr geliebtes Sparbuch und erzählen jedem, den sie kennen, dass sie bloß keine Aktien kaufen sollen.

In Krisenzeiten Aktien zu verkaufen sollte man unterlassen. Anstatt zu verkaufen, muss man zukaufen. Wie im Handel, gilt auch hier der Spruch, der Gewinn liegt im Einkauf. Wenn sich ein Geschäft machen lässt, muss man es machen und nicht zögerlich sein. Wer zögert, verliert Geld. Das Geld liegt quasi auf der Straße, man muss es nur aufheben.

Ich selbst habe bei CR Capital Real Estate zugeschlagen und eine große Position aufgebaut, bin schon fast 20 Prozent im Plus seit Montag. Da ist noch eine Menge Luft nach oben, die Aktie stand bei über 41 Euro vor dem Crash und war schon da unterbewertet. Ich hatte ursprünglich noch ein paar andere Aktien unter Beobachtung, diese hatten aber deutlich weniger nachgegeben, daher habe ich mein freies Kapital komplett in CR Capital gesteckt, bringt einfach mehr.

An den US-Börsen gab es seit Montag größere Kursprünge nach oben, gestern ging es wieder runter. Der Dow war zum Handelsschluss im Minus, der DAX im Plus. Es scheint so, als wenn wir die Talsohle möglicherweise erreicht haben könnten. Die Fed senkt den Leitzins, was die Märkte weiter beruhigen soll.

Natürlich ziehen nicht alle Werte an. Unternehmen, welche vorher schon angeschlagen waren, deren Kurse sinken eher weiter. Ebenfalls wird es die Reisebranche sehr hart treffen, dazu gehören die Airlines, Kreuzfahrtunternehmen, Hotels sowie auch Eventveranstalter. Diesen Unternehmen dürfte das Coronavirus das Jahresergebnis endgültig vermiesen. Viele Industrieunternehmen werden wahrscheinlich ihre Jahresprognosen ebenfalls nach unten korrigieren müssen.

Wer langfristig investiert, der kann auch solche Probleme wegstecken. Die Zeit heilt viele Wunden.



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