Die Tafeln in Deutschland haben Hochkonjunktur zu Weihnachten

Es gibt in Deutschland über 940 Tafeln, bei denen sich über 60.000 Menschen ehrenamtlich engagieren und über 1,65 Millionen Menschen regelmäßig mit gespendeten Lebensmitteln versorgen. Von den 1,65 Millionen Tafel-Kunden sind rund 30 Prozent Senioren, also über 495.000 Rentner und Rentnerinnen. Aktuell beziehen laut Deutscher Rentenversicherung 544.000 Senioren die Grundsicherung.

Die Tafeln machen aber deutlich mehr als allgemein bekannt ist. Sie bringen den nicht mehr so mobilen Kunden und Kundinnen auch ihrer Lebensmittel nach Hause, organisieren Seniorentreffs, Ausflüge, Hausaufgabenhilfe, Kita- und Schulfrühstück sowie vieles mehr.

Die Nutzer der Tafelangebote nehmen ständig zu, allein bei den Senioren ist ein Anstieg von 20 Prozent zu verzeichnen. Der häufigste Grund bei den Senioren sind die niedrigen Renten, danach kommen die Langzeitarbeitslosen. Aber auch bei den jungen Menschen hat die Nachfrage zugenommen, aktuell betreut die Tafel über 50.000 von ihnen.

Die Tafeln stoßen an ihre Grenzen, die Nachfrage nimmt immer mehr zu, das Angebot der Lebensmittel bei den Tafeln aber nur unwesentlich gestiegen, aktuell sind es 265.000 Tonnen, vernichtet in Deutschland werden hingegen 18 Millionen Tonnen jährlich. Den Tafeln fehlt es an Geld, Kühlfahrzeugen, Lagermöglichkeiten, Helferinnen und Helfern. Die Nachfrage bei den Tafeln zeigt sehr gut, dass es in Deutschland Armut gibt.

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Allerdings sollte man durchaus auch die Bemerkung zulassen, dass es viele Gründe für die Armut gibt. Es gibt auch selbstverschuldete Armut, dies kann man oft im Fernsehen sehen, wo sich Menschen hinstellen und grinsend in die Kamera sagen, dass sie seit 30 Jahren nicht gearbeitet haben und auch nicht wollen oder lieber Schwarzarbeiten, andere jüngere, seit ihrem Schulabbruch oder der abgebrochenen Lehre, noch gar nicht gearbeitet haben und sich auf Kosten der Steuerzahler eingerichtet haben und so bis zu ihrer Rente, auch auf Steuerzahlerkosten natürlich, leben wollen. Auch diese Menschen gehen zu den Tafeln. In diesem Fall hält sich mein Bedauern deutlich in Grenzen. Die Tafeln sind für diejenigen gedacht, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind und nicht für diejenigen, die arbeiten könnten aber nicht wollen.

Den Menschen, die immer fleißig waren und ihr möglichstes getan haben, um selbst über die Runden zu kommen und das Geld dann dennoch nicht reicht, denen sollte man durchaus mehr Unterstützung seitens des Staates zukommen lassen. Es ist eine ziemlich verdrehte Welt. Diejenigen, die Unterstützung bekommen müssten, bekommen sie nicht oder zu wenig, die anderen, die das Sozialsystem ausnutzen, bekommen alles hinten …

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