Fastenal-Aktie vs. W.W. Grainger- Aktie – welche ist der bessere Kauf?

Bei uns in Deutschland kennt man den Schrauben-König Würth mit seinen vielen Standorten. Auch in den USA ist Würth aktiv. Es ist eine sehr profitable Branche. Die Forbes Liste schätzt das Vermögen vom 85-jährigen Reinhold Würth auf 20 Milliarden Dollar.

Leider kann man von Würth keine Aktien kaufen, von den beiden amerikanischen Wettbewerbern Fastenal (WKN: 887891 / ISIN: US3119001044) und W.W. Grainger (WKN: 857498 / ISIN: US3848021040) aber schon. Beide Unternehmen sind auch in Deutschland aktiv. Der stärkste Absatzmarkt ist aber die USA.

W.W. Grainger ist vom Umsatz her doppelt so groß wie Fastenal, vom Gewinn her nehmen sie sich gar nicht so viel.

  • Umsatz Fastenal 2019: 5,333 Milliarden Dollar
  • Umsatz W.W. Grainger 2019: 11,486 Milliarden Dollar
  • Operativer Gewinn Fastenal 2019: 1,056 Miliarden Dollar
  • Operativer Gewinn W.W. Grainger 2019: 1,387 Milliarden Dollar
  • Mitarbeiter Fastenal: 22.000
  • Mitarbeiter W.W. Grainger: 25.300

Natürlich verkaufen beide Unternehme nicht nur Schrauben. Angeboten wird alless mögliche, von Klebeband, über Sackkarren, Bauarbeiterhelme, Glühbirnen, Bohrer, Pinsel, Elektrogeräte, Pumpen, bis hin zu Hubwagen. Im Grunde alles, was man so einem Industrieunternehmen benötigt. Die Sortimente ähneln sich sehr.

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Wie wir ja meist alle wissen, kann man im Grunde solche Sachen meist viel günstiger im Internet bestellen. Dies wissen diese beiden Unternehmen natürlich auch und haben versucht darauf zu reagieren, um ihren zukünftigen Umsatz weiter ausbauen zu können.

W.W. Grainger betreibt die zehntgrößte E-Commerce-Plattform in Nordamerika und vertreibt darüber seine Produkte. Über zoro.com sollen in Zukunft bis zu 5 Millionen Produkte für kleinere Kunden zugänglich sein.

Fastenal setzt auf Verkaufsautomaten. Aktuell sind von den Automaten über 100.000 Stück, bei über 20.000 Kunden, in 25 Ländern aufgestellt. Pro Stunde werden über 17.000 Transaktionen/Käufe über diese Automaten durchgeführt. Am meisten werden Sicherheitsprodukte verkauft. Über diese Automaten setzt Fastenal über eine Milliarde Dollar im Jahr um.

Die stellt Fastenal bei Unternehmen auf, beispielsweise bei einem Zimmermannsbetrieb. Ausgestattet werden die Automaten mit den Materialien, welche die Unternehmen immer verbrauchen. Verbraucht das Unternehmen nun bestimmte Größen an Schrauben und Nägeln, dann kommen diese Packungen in den Automaten. Abgerechnet wird, was das Unternehmen dem Automaten entnimmt. Dies macht Würth übrigens auch so.

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Auf diese Art ist der Kunde flexibler. Er muss nichts vorfinanzieren, muss aber auch nicht auf eine Lieferung der Schrauben warten, wenn er sofort welche braucht. In die Automaten kann alles eingefüllt werden, nicht nur Schrauben und Nägel. Auch Schutzausrüstung wie Arbeitshandschuhe, Ohrstöpsel und alle anderen nur denkbaren Verbrauchsgüter in einem Unternehmen.

Wirtschaftlich läuft es bei beiden Unternehmen gut, sie wachsen beide. Die Aktien sind in den letzten 10 Jahren unterschiedlich gut gelaufen. W.W. Grainger hat um 200 Prozent zugelegt, die Aktie von Fastenal um 315 Prozent.

Der Aktienchart von Fastenal sieht deutlich besser aus, als der von W.W. Grainger. Die Dividendenrendite von Fastenal beträgt rund 2 Prozent und die von W.W. Grainger rund 1,7 Prozent. Sie nehmen sich in dem Bereich nicht so viel.

Wer langweilige Aktien sucht, mit einem soliden Geschäftsmodell, der sollte sich die beiden Aktien einmal anschauen. Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre meine Wahl Fastenal.


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