Finanzminister Olaf Scholz legt sein Geld aufs Sparbuch – Noch dümmer geht es nicht!

„Ich mache das, was einem kein Anlageberater empfiehlt: Ich lege mein Geld nur auf einem Sparbuch, also sogar auf dem Girokonto an und da kriege ich, wie bei allen anderen, keine Zinsen. Ich bin selber Leidtragender, wie sollte das anders sein.“

Diese Aussage stammt von keinem geringeren als Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) aus einem aktuellen Video-Interview der Bild-Zeitung:

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/zinsen-vizekanzler-olaf-scholz-antwortet-im-bild-talk-auf-ihre-fragen-64713172.bild.html

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Diese Aussage muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Der Ärmste tut mir echt leid. Hat mal bitte jemand für Herrn Scholz ein Taschentuch, am besten zwei, eins für jedes Auge?

Die deutschen Sparer wurden bereits enteignet, durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) erhalten Sie so schon keine Zinsen mehr auf ihr Sparbuch, auf Girokonto meist auch nichts mehr. Wenn man Glück hat erhält man als Sparer bei seinem Tagesgeldkonto bei einer Onlinebank noch 0,25 %, meist nicht mal mehr das.

Die neueste Glanzleistung der Europäischen Zentralbank war die Erhöhung der Strafzinsen von 0,4 % auf 0,5 % für Banken, wenn diese Geld bei der EZB parken. Die deutschen Banken hätten gerne diesen Strafzins jetzt an ihre Kleinsparer weitergegeben, aber dank des fulminanten Einsatzes unseres Finanzministers und einer sehr klaren Ansage an die Bankenbosse bleibt den Kleinsparern und den Omis der Negativzins jetzt erspart. Halleluja!

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Es ist unglaublich wie ein Finanzminister so eine Aussage treffen kann. Was ist das für ein Signal an die Sparer? Die Sparer sind bereits seit Jahren verunsichert, sie suchen eine Möglichkeit ihr Geld langfristig sicher anzulegen und für das Alter vorzusorgen und ein Bundesfinanzminister erzählt, dass er sein Geld aufs Sparbuch packt. Die Inflation in Deutschland bisher im Jahr 2019 liegt schon bei 1,4 %, mit anderen Worten, das Geld wird jeden Tag weniger wert.

Von ein Bundesfinanzminister Olaf Scholz hätte ich eine andere Aussage erwartet, er hätte zum Beispiel sagen können, dass er sein Geld in Aktien deutscher Unternehmen investiert hat oder einen ETF-Sparplan verfolgt. Aber er hat es ja nicht nötig zu sparen, als Finanzminister erhält er jeden Monat ein schönes Einkommen vom Steuerzahler und wenn er sein Amt aufgibt erhält eine fette Pension.

Als Finanzminister sollte er den Kleinsparern die Angst vor der Börse nehmen, ihnen ein Vorbild sein und den Bürgern Möglichkeiten aufzeigen wie sie von ihrem hart verdienten Geld sich eine zusätzliche Rente aufbauen können. Denn mittlerweile sollte es jedem klar sein, von der Rente allein kann man nicht leben. Auch wenn Norbert Blüm sagte, die Rente ist sicher, leider hatte er vergessen zu erwähnen, dass nur die Höhe unsicher ist.

Was ist die Alternative der SPD und der CDU/CSU zum Aufbau einer angemessenen Altersvorsorge von der man leben kann? Die von der CSU so favorisierte Klima-Anleihe mit 2 % Verzinsung? Woher kommen die 2 % Zinsen, wer bezahlt die? Ich tippe mal auf den Steuerzahler durch weitere Steuererhöhungen, als wenn die geplante CO2-Steuer nicht schon die Preise weit genug explodieren lassen wird.

Was gibt es dennoch für Altersvorsorgeprogramme in Deutschland? Ach ja, da gab’s doch mal diese Riester-Rente. Kann sich noch einer daran erinnern wer die eingeführt hat? Es war die SPD unter Gerhard Schröder. Kann sich noch einer an Gerhard Schröder erinnern? Das war der Onkel mit Brioni-Anzug und Zigarre, der zu seinen Juso-Zeiten nach einer Kneipentour am Zaun des Kanzleramtes rüttelte und schrie ich will hier rein, heute ist er Lobbyist bei Gazprom.

Aktennotiz für mich: Noch diese Woche Gazprom Aktien kaufen, gutes Kurspotenzial, 7,77 % Dividendenrendite, gerade 18 Cent mehr pro Liter an der Tanke bezahlt

Die Riester-Rente war ein Fehlschlag, die Kosten fressen meistens alles auf. Von 16 Million abgeschlossenen Riesterverträgen in Deutschland liegt mittlerweile jeder fünfte auf Eis.

Der Abschluss einer Privaten Altersvorsorge macht genauso wenig Sinn. Beim Abschluss derartiger Verträge erhält man nur noch eine geringe Verzinsung, wenn man davon die Inflation und die Steuer abzieht, dann sieht’s echt mau aus. Es fallen Tausende Euro Provision und Gebühren an, die durch die monatlichen Raten über die ersten Jahre abbezahlt werden und dann beginnt erst das eigentliche Ansparen.

Ich habe früher selbst einmal bei einer Versicherung für kurze Zeit gearbeitet und kenne daher diese Produkte durchaus. Schon damals gab es den Spruch von den Kunden das wir schlimmer sind als die Mafia. Die Antwort darauf lautete dann von einigen Vertretern: Wissen Sie was das tolle an der Mafia ist? Die Mafia hat immer Geld.

Es ist in der Tat so, dass Versicherungsgesellschaften über riesige Geldzuflüsse und Kapitalbestände verfügen, viele Versucherer wissen gar nicht wohin mit ihrem Geld. Die deutsche Allianz Versicherung und die französische AXA haben daher in der Vergangenheit milliardenschwere Aktienrückkaufprogramme aufgelegt.

Es macht durchaus Sinn sich einmal Gedanken darüber zu machen, ob es nicht viel cleverer ist anstatt einer privaten Rentenversicherung abzuschließen lieber die Aktien der Versicherer zu kaufen. Wer heute die Aktie der AXA kauft erhält eine Dividendenrendite auf sein eingesetztes Kapital von 6,60 %, wer heute die Aktie der Allianz Versicherung kauft, erhält eine Dividendenrendite von 4,55 %.

Erneute Aktennotiz für mich: Dringend Aktien der AXA und Allianz kaufen

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Sparplan

Es wäre deutlich intelligenter von unserem Bundesfinanzminister Olaf Scholz gewesen die Bürger zu ermutigen ihr Geld an der Börse anzulegen und ihnen die Angst vor dem Kapitalmarkt zu nehmen. Wer beispielsweise mittels eines ETFs in den MSCI World seit 1975 investiert hätte, könnte sich über einen jährlichen Wertzuwachs von knapp 8 % freuen. Der Welt-Index MSCI Wold setzt sich aktuell aus 1.644 verschiedenen Aktien quer über die Welt und alle Branchen verteilt zusammen. Dadurch ist das eingesetzte Kapital deutlich breiter gestreut als wenn man einzelne Aktien kaufen würde.

Natürlich können die Aktienkurse an der Börse fallen und es kann auch zu einem Crash kommen, wir reden hier aber über einen Anlagehorizont von Jahrzehnten und nicht um kurzfristiges Zocken an der Börse. In den knapp 8 % jährlichen Wertzuwachs sind sämtliche Krisen der Vergangenheit, sei es die Dotcom-Krise am Neuen Markt im Jahre 2000 oder die Weltfinanzkrise 2008/2009, alle diese Krisen sind bereits eingerechnet worden. Das Risiko wird hier auf eine Vielzahl von Schultern verteilt, sollte es in einem Land oder einer Branche wirtschaftlich etwas schlechter laufen, dann gibt es noch eine Vielzahl anderer Aktien die das mit abfedern. Welche private Rentenversicherung bietet einem eine derartige Verzinsung?

Wer in einen ETF sparen möchte sollte auf die Kosten achten. Es ist sehr wichtig, dass das Depot kostenlos ist und die Gebühren für den ETF möglichst gering. ETFs gibt es von einer Vielzahl von Anbietern daher empfehle ich dringend die Kosten zu vergleichen.

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