Warren Buffett kauft Barrick Gold Aktien – Solltest du das jetzt nachmachen?

Das Orakel von Omaha, Warren Buffett, hat wieder einmal zugeschlagen und Barrick Gold Aktien gekauft. Dies haben seine Jünger nicht erwartet. Die große Firmenübernahme kam immer noch nicht. Statt dessen hat seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway 20,9 Millionen Barrick Gold Aktien gekauft, dies entspricht rund 1,2 Prozent des Unternehmens.

Dies kam wirklich überraschend. Bisher bezeichnete er Gold als sinnlos. Allerdings ist Gold zu fördern etwas anderes, als es im Tresor liegen zu haben.

Barrick Gold ist mit einer jährlichen Produktion von über 7 Mio. Unzen, was etwa 200 Tonnen Gold entspricht, das größte Goldbergbauunternehmen der Welt. Die Coronakrise hat den Goldpreis hochgetrieben. Daher läuft das Geschäft bei Barrick Gold natürlich im Moment gut.

Darauf spekuliert wohl auch Warren Buffet. Als Value-Investor sucht er unterbewertete Unternehmen. Wenn der faiere Wert einer Qualitätsaktie weit über ihren Preis an der Börse liegt, dann ist Warren Buffett nicht weit. Hier ist es seiner Meinung nach offenbar der Fall.

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Die Aktien der Gold-Unternehmen waren die letzten Jahre eine Katastrophe. Viele Untenehmen mussten umstrukturieren, was auch wieder eine Menge Geld gekostet hat. Der Aktienkurs von Barrick Gold ist auf 10-Jahres-Sicht 37 Prozent im Minus. In den letzten fünf Jahren hingegen ist die Aktie um 250 Prozent gestiegen.

Die nächste Quartalsdividende wird am 15. September 2020 ausgeschüttet, Record Date ist der 31. August 2020 Allerdings gibt es nur 8 US-Cent. Das entspricht auf das Jahr hochgerechnet einer Dividendenrendite von 1,18 Prozent.

Nun fragt sich natürlich jeder, sollte man es dem Altmeister nachmachen? Ich habe natürlich auch darüber nachgedacht. Qualitätsaktien suche ich immer.

Die Antwort ist nein. Ja, ich glaube schon, dass die Akte noch eine Zeit steigen wird. Oft fällt der Goldpreis mit dem Ende einer Krise aber wieder. Dies wird vermutlich auch wieder passieren. Die Dividendenrendite ist ehrlich gesagt ein Witz für ein Rohstoffunternehmen.

Ich hatte ja schon darüber berichtet, dass ich vor einiger Zeit ein paar Aktien von Nornickel (WKN: 728841 / ISIN: RU0007288411) eingesammelt habe. Die bringt mir 11 Prozent Dividendenrendite und einen steigenden Aktienkurs. Norilsk Nickel fördert auch Gold. Allerdings ist Gold nur ein Bestandteil. Der Konzern fördert neben Gold aber auch Platin, Kupfer, Kobalt, Rhodium, Silber, Tellur, Selen, Iridium, Ruthenium, Nickel, Palladium und Kohle.

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Nornickel ist daher viel breiter aufgestellt und nicht nur vom Goldpreis abhängig. Vor allem reitet Nornickel auf der E-Auto-Welle mit. Die Batterien benötigen Nickel, was die Effizienz der Batterien erhöht.

Allerdings sollte man da auch nicht zu viel darauf geben. Zum einen gibt es noch andere Produzenten, zum anderen, wird der Nickelpreis wahrscheinlich auch wieder fallen, wenn man den Analysten glauben darf. Er ist jetzt hochgeschossen, weil Indonesien einen Exportstopp für Nickelerz verkündet hat. 21 Prozent des Weltexports kommt aus Indonesien. Die Produktion wird bei den anderen Unternehmen außerhalb Indonesiens dafür steigen. Mehr Angebot auf dem Markt bedeutet einen niedrigeren Preis.

Deswegen ist für mich die Mischung entscheidend. Nornickel fördert viele Rohstoffe. So kann das Unternehmen den einen oder anderen niedrigen Rohstoffpreis ausgleichen. Daher ist mir Nornickel lieber als Barrick Gold.



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