Altersvorsorge: Mehr Aktionäre braucht das Land

Dem gesetzlichen Rentensystem droht der unvermeidbare Kollaps. Die meisten Politiker würden es nie so deutlich sagen, sie wollen alle wiedergewählt werden und ungern auf ihre hohen Einkünfte verzichten. Der Staat hat seinen Bürgern Rentenzusagen gemacht, wohl wissend, dass er sie nie einhalten kann.

Ein logisch denkender Unternehmer würde jetzt gegensteuern, bei Politikern ist dies natürlich anders. Es werden munter weiter Wahlgeschenke gemacht, um nur einige zu nennen, Rente mit 63, Mütterrente, Grundrente und jährliche Rentenerhöhungen. Des Weiteren gibt es aktuell Diskussionen, die Riester-Renten-Zuschüsse zu erhöhen, natürlich auch wieder von der Allgemeinheit bezahlt.

Die Lösung der Politik ist, den Bürgern immer mehr Geld wegzunehmen und ihnen dann davon einen Teil als Sozialleistungen wieder zurückzugeben, der Rest des Geldes verschwindet in der Verwaltung und für andere staatliche Ausgaben. Das kann nicht funktionieren.

Dass ich der FDP etwas zugetan bin, ist kein Geheimnis. Die FDP wird öfter als Partei der Besserverdiener bezeichnet, ist auch so. Leider liegt da auch ihr Problem, massenkompatibel zu werden. Die FDP hat viele Unternehmer als Mitglieder, die haben etwas zu verlieren, daher sind deren Vorschläge oft auch gegenteilig zu dem, was die Umverteilungs-Parteien so von sich geben.

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Die FDP möchte gerne die Aktienkultur in Deutschland stärken und hat dafür ein paar sinnvolle Vorschläge gemacht, die eben nicht mehr Geld aus den Bürgern herauspressen sollen, um dann die Wahlgeschenke zu bezahlen.

Es soll ein Altersvorsorgekonto eingeführt werden, wo die Bürger aus ihrem Bruttogehalt investieren können. Dadurch kann jeder Bürger mehr Geld in seine Altersvorsorge stecken, als wenn er dies aus seinem Nettoeinkommen machen muss. Ähnliches ist in den USA möglich. Allerdings ist in den USA der Beitragssatz zur gesetzlichen Rente deutlich niedriger, daher ist auch Geld bei den Amerikanern vorhanden, in diese sogenannten 401k-Pläne einzuzahlen, übrigens sehr hohe 5-stellige Summen jedes Jahr. Der Arbeitgeber gibt auch noch etwas dazu. Die Einkommenssteuer ist niedriger als bei uns.

Kursgewinne aus Verkäufe von Aktien, ETFs und Aktienfonds sollen nach einer Haltedauer von 5 Jahren steuerfrei sein. Wer sich noch erinnern kann, früher gab es einmal eine Haltedauer von einem Jahr, diese Regelung wurde 2009 mit Einführung der Abgeltungssteuer abgeschafft. Ich finde diesen Vorschlag sehr gut, so könnte man nach 5 Jahre umschichten oder sich beispielsweise eine Immobilie kaufen bzw. anzahlen, was auch Vermögen schaffen würde.

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Bei den Riester-Verträgen soll die Beitragsgarantie abgeschafft werden. Aufgrund dieser Garantie sind in den Verträgen eher niedrig verzinste Anlagen enthalten, somit kommt am Ende nicht viel Rendite dabei raus. Politiker anderer Parteien wollen einfach die Zuschüsse erhöhen, was wieder die Allgemeinheit dann bezahlt. Dieser FDP Vorschlag kostet den Steuerzahler nichts.

Und zu guter Letzt ist die FDP gegen die geplante Aktiensteuer, welche den Bürger wieder belastet.

Mir gefallen diese vier Vorschläge sehr gut. Wir müssen endlich von diesem Umverteilungswahnsinn wegkommen. Der Bürger wird immer mehr belastet und hält von dem ihm abgenommen Geld dann einen Teil vielleicht als Wahlgeschenk zurück. Die Politik denkt, wir sind doof und merken es nicht, dass wir immer mehr bezahlen und weniger Leistung dafür bekommen.



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