Einzahlung in die gesetzliche Rente ist Geldvernichtung – Riester Rente 2.0 ist nicht die Lösung

Das die Riester Rente Mist ist, hat nun offenbar nach 18 auch die Politik erkannt. Der Verkauf der Riester Verträge stagniert, viele Bürger haben ihre Verträge gekündigt. Die Kosten für die Verträge sind viel zu hoch, je nach Versicherungsgesellschaft kann es sein, dass man gerade einmal sein eingezahltes Geld herausbekommt.

Nun soll seitens der Politik eine Reform kommen. Die Riester Verträge sollen vereinfacht werden, so lautet eine Forderung der Versicherungsbranche und den Bausparkassen. Die Branche sieht ihre Felle offenbar davon schwimmen, schließlich gehen ihnen so Gebühreneinnahmen verloren.

Bei der Politik hat man jetzt anscheinend ein offenes Ohr gefunden. Es wird über Vereinfachungen und mehr Zuschüssen vom Staat diskutiert. Mehr staatliche Zuschüsse bedeutet wieder eine Belastung der Allgemeinheit. Erst wird das Geld den Bürgern über Steuern weggenommen, dann wird alles einmal durch den staatlichen Mixer gedreht und am Ende kommt weniger über Zuschüsse heraus, als man hineingegeben hat. Die Riester Rente ist aktuell nur für Angestellte, es wird diskutiert, ob auch Selbstständige sie zukünftig abschließen können. Wer ein sehr niedriges Einkommen und viele Kinder hat, bekommt viele staatliche Zuschüsse, alle anderen deutlich weniger, somit ist dies erneut eine Vermögensumverteilung.

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Es wird auch über alternative Modelle diskutiert. Wie die aussehen werden, weiß aber noch niemand. Die neuen Modelle werden wohl mehr auf Aktien setzen, aus Mangel an ertragreichen Alternativen.

Seitens der CSU gab es bereits vor einiger Zeit einen Vorschlag für ein Renten-Starter-Kit, was jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr erhalten soll, pro Monat 100 Euro. Dies würde zusätzliche Kosten von 18 Milliarden Euro jährlich bedeuten. Wer das bezahlen soll, hat aber noch keiner gesagt, die Antwort kann sich aber jeder wohl denken.

Die hessische Landesregierung hat eine Deutschlandrente ins Gespräch gebracht. Der Staat übernimmt im Grunde die kapitalgedeckte Altersvorsorge, die gesetzlichen Rentenkassen verwalten und investieren diese Gelder dann. Bisher war der deutsche Staat keine große Leuchte, was erfolgreiche Investitionen angeht. Der Staat ist wirtschaftlich eine Null! Er kennt sich nur mit Geldausgeben aus, unter Geldvermehren versteht er, noch mehr beim Bürger raus zupressen.

Offenbar hat dort wohl jemand sich den norwegischen Pensionsfonds angeschaut. In Norwegen funktioniert dieses Modell sehr gut. Unsere Politiker werden aber auch dieses Modell nicht vernünftig umsetzen können, wie vieles andere auch, sie werden es wie immer vermasseln. Ich würde denen kein Geld freiwillig anvertrauen. Jeder kann sich einen ETF kaufen, einen Pensionsfonds brauchen wir eigentlich nicht.

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Dieses Modell eines Staatsfonds wäre auch nur eine weitere Säule der Altersvorsorge. Die gesetzliche Rente würde bestehen bleiben. Der Staat braucht das Geld, um die Renten für die aktuellen Rentner zu bezahlen. Da nicht ausreichend Geld in die Rentenkasse hinein kommt, gibt er aus dem Bundeshaushalt nochmals über 100 Milliarden Euro jährlich hinzu, Tendenz steigend.

Im Grunde ist es doch so. Das Rentenniveau sinkt, wer in einigen Jahren in Rente geht, wird prozentual weniger Geld erhalten als ein heutiger Rentner und er muss auch noch mehr Steuer darauf bezahlen.

Die klassische Lösung der Politik ist meist, so wie es auch wieder von einigen gefordert wird, einfach mehr Geld in den Rentenkassen oder Riester Rente reinzupumpen und schon wird alles gut. Nichts wird gut, bezahlen muss es wieder der Bürger. Durch den großen Wasserkopf beim Staat kommt am Ende viel weniger heraus, als man eingezahlt hat. Es ist Geldvernichtung. Daher ist es genau genommen dumm, Geld in das gesetzliche Rentensystem einzubezahlen.

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Dazu gibt es einen guten Beitrag des Focus Magazins aus dem Jahr 2014, der zeigt, wie erschreckend der Unterschied ist. Über 77.000 Euro wird ein damals 13-Jähriger im Schnitt im Laufe seines Lebens in die Rentenkasse mehr einbezahlen, als er herausbekommen wird.

https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/bertelsmann-studie-zur-rente-77-000-euro-zu-viel-eingezahlt-ausbeutung-bei-rentenversicherung-kinder-und-familien-sind-verlierer-15_id_3548230.html



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