Halbleiter Aktie des Tages: CEVA, Inc.

Der globale Halbleitermarkt befindet sich in einer historischen Wachstumsphase und steht vor dem Sprung zu einem Billionen-Dollar-Markt. Während Analysten jahrelang prognostizierten, dass die magische Grenze von 1 Billion USD Umsatz erst um das Jahr 2030 erreicht wird, hat der massive Boom bei der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz diesen Zeitplan stark beschleunigt. Aktuelle Prognosen führender Marktforscher gehen davon aus, dass der weltweite Umsatz bereits Ende 2026 die Marke von 1 Billion USD überschreitet oder sich dieser extrem nah annähert. Im Jahr 2034 soll dieser Markt bereits eine Größe von rund 1,5 Billion USD haben.

Ein sehr innovatives Unternehmen in diesem Bereich ist CEVA, Inc. (ISIN: US1572101053 / WKN: A0BKYT). Seit Juni 2026 hat sich der Aktienkurs halbiert. Das operative Geschäft läuft nicht schlecht, das Lizenzgeschäft wächst, neue AI- und Connectivity-Deals kommen, die Guidance wurde angehoben. Der Kursrückgang ist primär eine Bewertungskorrektur nach einer spekulativen KI-Rally, nicht das Ergebnis eines plötzlichen Einbruchs beim Unternehmen selbst.

CEVA, Inc. wurde im November 2002 durch den Zusammenschluss der DSP-IP-Lizenzierungssparte der DSP Group mit Parthus Technologies gegründet. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1999 zurück. Der Hauptsitz liegt in Rockville, Maryland, in den Vereinigten Staaten. Zum Ende des zweiten Quartals 2026 beschäftigte das Unternehmen 406 Mitarbeiter weltweit, darunter 327 Ingenieure.

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Das Geschäftsmodell ist das eines reinen Lizenzgebers für Halbleiter-Intellectual-Property. Das Unternehmen entwickelt Prozessoren, komplette Plattformen und begleitende Software für digitale Signalverarbeitung, drahtlose Konnektivität wie Wi-Fi und Bluetooth, zellulare Basisbandverarbeitung, Sensorfusion sowie Edge-KI-Beschleuniger. Halbleiterhersteller und Gerätehersteller lizenzieren diese Technologien und integrieren sie in eigene Chips und Systeme. Die Erlöse setzen sich aus einmaligen Lizenzgebühren für den Zugang zur Technologie sowie aus laufenden Royalties zusammen, die pro ausgeliefertem Gerät anfallen, das CEVA-IP enthält. Dadurch kann CEVA den Großteil seiner Ressourcen in Forschung und Entwicklung stecken, während Kunden Entwicklungszeit, Risiko und Kosten senken und sich auf ihre eigenen differenzierenden Funktionen konzentrieren. Historisch wurden bereits über 20 Milliarden Geräte mit CEVA-Technologie ausgeliefert.

Das Portfolio zielt auf den sogenannten Smart Edge ab, also auf Geräte, die lokal verbinden, wahrnehmen und intelligent entscheiden sollen. Dazu gehören Consumer-IoT, Automotive, Industrie, Infrastruktur sowie Mobile und PCs. CEVA positioniert sich als Anbieter produktionserprobter, validierter Lösungen statt als Chipfertiger, was eine breite Lizenzierung über viele Kunden und Endmärkte ermöglicht.

In den kommenden Jahren will CEVA vor allem von zwei miteinander verbundenen Trends profitieren. Erstens verlagert sich Rechenleistung und Intelligenz zunehmend von der Cloud an den Rand der Netzwerke. Das treibt die Nachfrage nach leistungsfähigerer Konnektivität, Sensorik und Edge-KI. Zweitens greifen Kunden vermehrt zu umfassenderen Plattformlösungen statt zu einzelnen IP-Blöcken. Das erhöht den Silicon-Content pro Design, vertieft die Integration in Kundenprodukte und vergrößert das langfristige Royalty-Potenzial.

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Ein Beispiel aus dem zweiten Quartal 2026 ist die Lizenzierung der NeuPro-M-NPU an ein führendes globales KI- und Computing-Plattform-Unternehmen. Dabei geht die Zusammenarbeit über die Hardware hinaus und umfasst die gemeinsame Optimierung des gesamten KI-Software-Stacks für die spezifischen Modelle und Workloads des Kunden. Ähnliche Bewegungen zeigt die Übernahme kompletter Wi-Fi-6- und Bluetooth-Lösungen durch ein volumenstarkes US-Halbleiterunternehmen sowie die Erweiterung bestehender Beziehungen um vollständige Basisband-Subsysteme.

Diese Strategie soll CEVA in die Lage versetzen, einen größeren Anteil künftiger Designs zu gewinnen, insbesondere in Automotive-KI-Programmen, Smartphones und dem breiteren Physical-AI-Umfeld. Das Unternehmen sieht darin eine Validierung der Investitionen der vergangenen Jahre in komplexere Hardware- und Softwareplattformen über Konnektivität, Sensing und Inferenz hinweg.

Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 ist gestiegen auf 29,033 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: 25,678 Millionen USD) und der Nettoverlust lag bei -2,91 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: -3,704 Millionen USD).

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