Nahrungsmittel-Aktien – Ein krisensicheres Geschäft für den Crash?

Jeder fragt sich derzeit, welche Aktien er im Moment überhaupt noch kaufen kann. Die Crashpropheten warnen bereits seit einigen Jahren vor dem nächsten Mega-Börsencrash und Aktienkurseinbrüchen von über 50 Prozent.

Es ist natürlich sehr ärgerlich, wenn man sich heute eine Aktie kauft und diese nach dem Crash nur noch die Hälfte wert ist, teils sind sogar in der letzten Finanzkrise Aktien von Blue Chip Unternehmen um 70-80 Prozent eingebrochen. Noch schlimmer ist es, wenn man nicht mal mehr eine Dividende erhält bzw. Aktien von Unternehmen gekauft hat, die von vornherein schon keine Dividende ausschütten.

Nun fragst du dich bestimmt auch wie alle anderen, was macht man jetzt hier am dümmsten? Meine aktuelle Herangehensweise bis zum nächsten Börsencrash ist, vorwiegend auf Aktien mit einem niedrigen KGV und einer sehr hohen Dividendenrendite, mindestens 5 Prozent, zu setzen. Viele Aktien, die ich aktuell kaufe, schütten deutlich höhere Dividendenrenditen aus. So erhalte ich auch während der Krise eine Dividende, evtl. eine geringere, aber ich erhalte in der Regel eine.

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Historisch betrachtet sind die Nahrungsmittelunternehmen am besten durch die letzten beiden großen Krisen, der Finanzkrise 2008 sowie der Internetblase im Jahre 2000, gekommen. Im Vergleich zu allen anderen Branchen sind die Aktienkurse der Nahrungsmittelhersteller am geringsten eingebrochen. Gegessen und getrunken wird immer. Dementsprechend versuche ich natürlich aktuell in diesem Sektor verstärkt zu investieren, ich habe hier auch deutlich Nachholbedarf.

Es wird dir mit Sicherheit nicht entgangen sein, dass die Nahrungsmittelbranche schon seit einigen Jahren im Umbruch ist. Die Kunden verlangen immer mehr nach gesünderen Lebensmitteln und der Wettbewerb durch die vielen neuen Food Startups verstärkt sich immer mehr, hinzukommen die immer mehr werdenden Eigenmarken der Supermärkte, welche meist aber auch von den großen Markenherstellern produziert werden, allerdings mit geringeren Margen. Wenn man sich heute die Regale bei Rewe und Edeka anschaut, sieht man immer mehr von diesen Produkten. Diese kleinen Food Startups sind allerdings gar nicht mehr so klein, sie können riesige Wachstumsraten vorweisen, viele erwirtschaften mittlerweile Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe.

Die bisherigen Platzhirsche haben in der Vergangenheit zweistellige Gewinnmargen gehabt, diese Zeiten sind schon länger vorbei, aktuell ist von Margen von unter 4 Prozent die Rede. Dennoch haben die alten Platzhirsche ihre Berechtigung auf den Markt, es muss Ihnen jedoch der Umschwung auf gesündere Produkte gelingen. Selbst die so verteufelten Suppenhersteller mit ihren Büchsen und Tütchen haben ihre Berechtigung. In der heutigen Zeit, wo alles sehr hektisch ist, haben die Menschen keine Zeit bzw. auch keinr Lust, noch lange in der Küche zu stehen um zu kochen. Da ist es viel einfacher und schneller, eine Büchse aufzumachen und das Essen im Topf zu erwärmen. Die Produktentwickler der großen Food-Unternehmen arbeiten bereits seit Jahren an gesünderen Produkten.

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Dementsprechend verwundert es natürlich nicht, dass die Aktienkurse in letzter Zeit auf Talfahrt sind. Die Nahrungsmittelindustrie ist aktuell in einer Umstellungsphase und dies wird vermutlich auch noch ein paar Jahre andauern, ein sehr gutes Beispiel wäre hier Kraft Heinz, wo der Aktienkurs in letzter Zeit um über 70 Prozent eingebrochen ist. Für langfristige Buy and Hold Anleger könnten sich hier interessante Möglichkeiten ergeben.

Nachfolgend habe ich fünf Food-Unternehmen herausgesucht, welche alle eine Dividende ausschütten und für Langfristanleger interessant sein könnten. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kurse erstmal aber noch etwas fallen werden. Die dort ermittelte Dividendenrenditen basieren auf den aktuellen Analystenschätzungen für das laufende Geschäftsjahr 2019 und den heutigen Tageskursen.

Mowi (WKN: 924848) – Lachszüchter aus Norwegen

Dividendenrendite: 5,61 %

General Mills (WKN: 853862) – Frühstücksflocken, Joghurt, Pasta, Pizza, Fertiggerichte

Dividendenrendite: 3,65 %

Unilever (WKN: A0JMQ9) – Nahrungsmittel, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel

Dividendenrendite: 3,06 %

Conagra Brands (WKN: 861259) – Snacks, Pizza, Desserts, Fertiggerichte, Gewürze

Dividendenrendite: 2,97 %

Campbell Soup Company (WKN: 850561) – Suppen

Dividendenrendite: 2,13 %

Lasst uns die Welt mit grünen und ethischen Aktien retten – oder besser doch nicht?
Was ist der größte Fehler, den junge Menschen mit Geld machen?


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