Nucor – Was bringt die Zukunft für die amerikanischen Stahlunternehmen?

Wer Nucor bisher nicht kennt, den möchte das Unternehmen kurz vorstellen. Nucor es neben U.S. Steel einer der größten Stahlproduzenten der USA sowie der größte Metallschrottrecycler in Nordamerika. Nucor beschäftigt über 26.000 Mitarbeiter an über 300 Standorten.

Generell hat in den letzten Jahren die Stahlindustrie in den USA wie auch in Europa immer mehr unter den Billigimporten aus Asien gelitten, insbesondere aus China.

Nun kam Donald Trump auf die glorreiche Idee, 25 Prozent Strafzölle auf ausländische Stahlimporte zu verhängen, um die 140.000 Mitarbeiter der Stahlindustrie bei Laune zu halten, dass allerdings 6,5 Millionen Menschen in der stahlverarbeitenden Industrie arbeiten und deren Jobs auch davon abhängig sind, war ihm dabei egal.

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Dementsprechend sind bei diesen Unternehmen die Gewinne gesunken, was letztendlich auch in dieser Branche langfristig zu Jobverlusten führen wird. Ein sehr bekanntes Beispiel ist der amerikanische Motorradbauer Harley-Davidson der angekündigt hat, seine Produktion ins Ausland zu verlegen.

Durch die Importzölle hatte der Stahlproduzenten Nucor 2018 Umsatzerlöse von über 25 Milliarden USD im Vergleich zum Vorjahr, wo es nur knapp 20,3 Milliarden USD waren. Der Gewinn ging selbstverständlich auch durch die Decke, während er 2017 noch ca. 1,7 Milliarden USD vor Steuern betrug, waren es 2018 bereits ca. 3,2 Milliarden USD vor Steuern, er hat sich also fast verdoppelt. Bei den Mitbewerbern von Nucor gab es ähnliche Gewinnszuwächse.

Was bedeutet dies nun aber für Aktionäre, macht es Sinn sich Aktien eines amerikanischen Stahlunternehmens wie von Nucor zu kaufen?

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Die Dividendenrendite liegt derzeit bei ca. 3 Prozent, der Aktienkurs ist innerhalb des letzten Jahres um 15 Prozent gesunken. Man mag es kaum glauben, aber Nucor ist sogar ein Dividenden-Ariostokrat.

Ich würde generell als Aktionär die Finger von einer Branche lassen, die ohne Strafzölle langfristig kaum überlebensfähig ist. Hinzu kommt die politische Situation, wer weiß wie lange Trump an der Macht bleibt oder die Strafzölle aufrechterhalten werden, dies kann sich alles sehr schnell wieder ändern, wenn zum Beispiel in der stahlverarbeitenden Industrie eine Vielzahl von Jobs verloren gehen.

Da gibt es deutlich bessere Möglichkeiten sein Kapital an der Börse zu investieren.

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