Wer viel hat, ist auch wer, oder nicht?

Mein Haus, mein Auto, mein Boot, wer kennt diesen Spruch nicht? Aktuell wirbt eine Kreditvermittlungsplattform mit diesem Spruch. Kunden sollen günstig und unkompliziert Kredite aufnehmen, um sich ihre Herzenswünsche erfüllen zu können. Und das Beste, sogar mit Negativzins. Sie müssen weniger Geld zurückzahlen, als sie erhalten haben. Wer kann da noch Nein sagen?

Den Menschen geht es insgesamt betrachtet weltweit immer besser, auch wenn viele oft so tun, als ob es ihnen permanent schlechter gehen würde. Die Gehälter und Löhne steigen, die Menschen können sich immer mehr leisten.

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Laut einer Studie kommen wir mehr als 6.000 Mal täglich mit Werbung in Kontakt. Bei so viel Verführung muss man irgendwann ja mal schwach werden. Allerdings werden die Menschen auch immer abgestumpfter gegenüber Werbung. Oft nehmen wir einen Großteil der Werbung gar nicht mehr wahr. Es ist so viel Werbung, der Kopf verarbeitet die gar nicht mehr.

Wer von Geburt an schon materialistisch von seinen Eltern geprägt und es ihm vorgelebt wird, zeigt durchaus eine starke Tendenz zu einer materialistischeren Veranlagung. Langfristig ist so eine Person sehr empfänglich für Werbung und Konsum.

Oft folgt daraus auch, dass man sich mit anderen messen möchte. Wer hat das größte Haus, wer hat das schnellste Auto und wer war am längsten im Urlaub? Dies ist nichts anderes als Angeberei. Oft haben solche Menschen aber eigentlich gar nicht das Geld dafür, sie nehmen Kredite auf und leasen ihre Autos. Die Wirtschaft hat sich darauf eingestellt. Für dieses Klientel gibt es jetzt auch Mietangebote für Handys, Notebooks, Möbel und anderer Technikgeräte. Unterm Strich kostet dies alles mehr als ein Kauf, aber wer das Geld nicht für den Kauf hat, der mietet dann sehr gerne. Ein Leben auf Pump geht langfristig nicht gut.

Der Konsum und Besitz sind nicht der Schlüssel zu unserem Glück. Es sind oft die kleinen Dinge des Lebens, die uns glücklich machen. Zeit mit seiner Familie und Freunden zu verbringen, ein Spaziergang im Wald oder ein Hobby, sind eher der Weg zum Glück, als permanenter Konsum. Shoppingtouren machen nur kurzzeitig glücklich, danach verfliegt das Glücksgefühl wieder. Etwas weniger Konsum wäre ein guter Anfang.

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