Deutsche IT-Dienstleister Aktie des Tages: GFT Technologies SE

IT-Dienstleister-Aktien haben in den letzten Jahren sehr stark nachgegeben, obwohl sich diese Unternehmen in vielen Fällen wirtschaftlich sehr gut entwickelt haben. Ein spannendes Unternehmen aus diesem Sektor ist GFT Technologies SE (ISIN: DE0005800601 / WKN: 580060). Seit Dezember 2021 hat der Aktienkurs rund 40 Prozent verloren, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 18 und die zu erwartende Dividendenrendite liegt bei 1,95 Prozent.
GFT Technologies SE wurde 1987 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Stuttgart in Deutschland. Zum 30. Juni 2026 beschäftigte der Konzern 11.805 Mitarbeiter. Das Geschäftsmodell basiert auf der Bereitstellung von mission-kritischer Softwareentwicklung und KI-gestützter digitaler Transformation für hochregulierte Branchen, insbesondere Banken, Versicherungen und Industrieunternehmen.

Der Konzern unterstützt Kunden bei der Modernisierung von Kernsystemen, der Migration in die Cloud und dem Aufbau effizienter, sicherer IT-Landschaften. Dabei arbeitet GFT eng mit Hyperscalern wie AWS, Google Cloud und Microsoft Azure zusammen und verfügt über tiefes Fachwissen in Cloud-nativen Core-Banking-Lösungen. Eigene Produkte wie die KI-Plattform Wynxx für Softwareentwicklung, Smaragd für Compliance und Engenion für Projektmanagement ergänzen das Dienstleistungsangebot und ermöglichen messbare Produktivitätssteigerungen bei Kunden.
Der Umsatz verteilt sich schwerpunktmäßig auf Banken mit rund 71 Prozent, Versicherungen mit 17 Prozent und Industrie sowie Sonstige mit 12 Prozent. GFT betreibt ein globales Liefermodell mit Fokus auf Smartshoring, bei dem Beratungsleistungen vor Ort und Entwicklungsarbeiten an Near- und Offshore-Standorten kombiniert werden. Dies erlaubt eine effiziente Skalierung bei gleichzeitiger Nähe zu den Kunden. Die Segmente gliedern sich in Europe sowie Americas & APAC, wobei Wachstum zuletzt vor allem aus Lateinamerika, etwa Brasilien und Kolumbien, stammte, während Europa von Investitionszurückhaltung geprägt war.
Für die kommenden Jahre verfolgt GFT eine KI-zentrierte Fünfjahresstrategie mit dem Ziel, zum führenden Anbieter verantwortungsvoller KI-gestützter digitaler Transformation zu werden. Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung von Next-Generation-Digital-Banking, der Ausbau von AI- und Data-Angeboten sowie die stärkere Nutzung eigener Produkte und Partnerschaften mit Independent Software Vendors. GFT will High-Value-Added-Services ausbauen, globale Großkunden gewinnen und das Smartshore-Modell inklusive des Standorts Indien weiter verbessern, um Effizienz und Skaleneffekte zu steigern. Gleichzeitig plant das Unternehmen gezielte Übernahmen, die das Angebot in hochwertigen Services und Produkten ergänzen.
Die Prognose für 2026 sieht einen Umsatz von rund 930 Millionen Euro vor, ein bereinigtes EBIT von etwa 71 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern von rund 56 Millionen Euro. Diese Ziele sollen durch die anhaltende Nachfrage nach KI-Modernisierung, Cloud-Lösungen und Core-Banking-Transformationen sowie durch eingeleitete Effizienzmaßnahmen erreicht werden. GFT setzt darauf, dass die strukturellen Digitalisierungstrends in den Zielbranchen intakt bleiben und die eigene Positionierung als AI-Challenger die Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärkt.
Im ersten Halbjahr 2026 ist der Umsatz gestiegen auf 462,555 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 441,507 Millionen Euro) und der Periodenüberschuss ist gestiegen auf 17,08 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 13,465 Millionen Euro).
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