Die meisten börsennotierten Unternehmen stehen schlechter dar, als viele denken

Viele Anleger denken, dass es den Unternehmen an den Börsen sehr gut geht. Wenn man so einige Berichterstattungen in den Medien verfolgt, dann könnte man dies glatt glauben. In Wahrheit ist dies aber nicht so, wenn man sich die Zahlen einmal ganz genau anschaut.

Wenn wir einmal einen Blick auf den S&P 500 werfen, dann sieht alles super aus. Corona hatte den Index auf 2.191 Punkte einbrechen lassen, jetzt notiert er wieder über seinen Stand von vor Corona. Der Grund ist aber nicht, dass es der Realwirtschaft so gut geht. Hier müssen wir differenzieren.

Der S&P 500 besteht aus den 500 größten Unternehmen der USA. Der Index ist nach der Marktkapitalisierung der enthaltenen Unternehmen gewichtet. Je größer das Unternehmen ist, desto größer also auch seine Gewichtung.

Welche Unternehmen sind denn die größten im S&P 500? Du wirst es sicherlich schon erraten haben, es sind die großen Technologie-Unternehmen wie Apple, Alphabet, Amazon, Microsoft und Facebook.

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Die Technologie-Unternehmen sind die Profiteure der Corona-Pandemie. Während die anderen Unternehmen leiden, läuft es bei den Technologie-Werten besser als vor der Krise. Dies spiegelt sich natürlich in den Aktienkursen wieder, sie sind au neue Höchstständen geklettert.

Dadurch ist natürlich auch der S&P 500 in die Höhe geschossen. Vielen anderen Unternehmen in dem Index geht es schlecht, bauen Personal ab, schließen Niederlassungen, kämpfen teilweise um das Überleben. Dies darf man nie vergessen.

Der Realwirtschaft geht es abgesehen von einigen Branchen schlecht. Dies kann die Börsen wieder einbrechen lassen. Es werden weltweite Pleitewellen erwartet. In den USA wird seit Monaten um ein großes Wirtschaftspaket verhandelt, dies ist bisher aber nicht in Sicht. Die Republikaner und Demokraten konnten sich bisher nicht einigen.

Dazu kommen die steigenden Coronazahlen, Lockdowns in einigen Ländern oder Teilregionen. Die Lockdowns schaden den Unternehmen noch mehr. Viele werden keinen zweiten Lockdown überstehen.

Daher sei bitte vorsichtig bei deiner Aktienauswahl. Kaufe besser keine Aktien von angeschlagenen Unternehmen, konzentriere dich auf die, welche in dieser Krise Geld verdienen und dies auch bei einem zweiten Lockdown tun werden.



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