Japanische Halbleiter-Maschinenbau Aktie des Tages: Kokusai Electric Corp.

Um Halbleiter herzustellen, benötigt man Maschinen. Ein sehr innovatives Unternehmen in diesem Bereich aus Japan ist die Kokusai Electric Corp. (ISIN: JP3293330001 / WKN: A3EWFS). Seit April 2025 hat sich der Aktienkurs fast vervierfacht, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 51 und die zu erwartende Dividendenrendite bei 0,73 Prozent.

Kokusai Electric wurde 1949 gegründet, 2018 von Hitachi abgespalten und beschäftigt rund 2.540 Mitarbeiter. Das Unternehmen betreibt ein Geschäftsmodell, das sich auf die Entwicklung, das Design und die Herstellung von Halbleiterfertigungsanlagen konzentriert, insbesondere für Depositions- und Behandlungsprozesse im Front-End-Bereich der Halbleiterproduktion. Dazu gehören Batch-ALD-Technologien, die hohe Qualität bei komplexen, dreidimensionalen Strukturen mit hoher Produktivität verbindet, sowie Treatment-Technologie, die Filmeigenschaften durch Plasma oder Wärme verbessert. Ergänzt wird dies durch den Verkauf von Komponenten und ein umfassendes Service-Geschäft mit Wartung, Reparatur, Teileversorgung, Umrüstung und dem Verkauf von Legacy-Equipment, das stabile, wiederkehrende Erträge unabhängig von Konjunkturschwankungen im Kapitalgütermarkt generiert.

Kokusai Electric erzielt seine Umsätze hauptsächlich aus dem Equipment-Geschäft, das weltweit führende Marktanteile in Batch-ALD-kompatiblen Anlagen und Plasma-Gate-Modification-Tools hält, sowie aus dem hochmargigen Service-Bereich. Das Modell basiert auf engen Kundenbeziehungen zu Halbleiterherstellern, kontinuierlicher Innovation bei anspruchsvollen Dünnschichtprozessen und einer starken Präsenz in Japan sowie im Ausland mit Produktions-, Vertriebs- und Service-Standorten. Durch den Fokus auf hochkomplexe, miniaturisierte und dreidimensionale Wafer-Strukturen bei NAND, DRAM und Logic/Foundry sowie auf reifere Knoten und SiC-Leistungsbauelemente positioniert sich das Unternehmen als spezialisierter Lösungsanbieter in einem wachstumsstarken Markt.

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In den kommenden Jahren will Kokusai Electric sein Wachstum über das des gesamten Wafer-Fab-Equipment-Marktes hinaus steigern, indem es den Verkauf von Geräten für immer komplexere NAND-, DRAM- und Logic/Foundry-Anwendungen ausbaut und gleichzeitig die Umsatzbasis im Bereich reifer Knoten sowie bei SiC-Leistungsbauelementen deutlich erweitert. Der hochprofitable Service-Bereich soll durch lebenszyklusumfassende Dienstleistungen weiter gestärkt werden, um langfristig stabile und margenstarke Einnahmen zu sichern. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in die kontinuierliche Entwicklung hochwerthaltiger Produkte, in die Stärkung von Kundenvorschlägen und in eine effiziente, digital gestützte Produktion und Gruppensteuerung.

Durch die Erweiterung der Produktions- und Entwicklungskapazitäten mit neuen Standorten wie dem Tonami Manufacturing Center in Japan und dem geplanten U.S. Demo Center soll die Lieferfähigkeit bei steigender Nachfrage verdoppelt und die globale Kundenunterstützung verbessert werden. Bis 2029 strebt das Unternehmen Umsätze von über 330 Milliarden JPY und eine bereinigte operative Gewinnmarge von 30 Prozent oder mehr an.

Im Gesamtjahr 2026 ist der Umsatz gesunken auf 235,079 Milliarden JPY (Vorjahr: 238,933 Milliarden JPY) und das Nettoergebnis ist gesunken auf 30,099 Milliarden JPY (Vorjahr: 36,004 Milliarden JPY).

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Der Umsatz sank vor allem, weil die Verkäufe neuer Halbleiterfertigungsanlagen – insbesondere für chinesische DRAM-Hersteller – deutlich zurückgingen, nachdem diese im Vorjahr noch stark investiert hatten und nun in eine Investitionspause eintraten, während gleichzeitig der Serviceumsatz durch Upgrades und Modifikationen bestehender Anlagen zwar zunahm, den Rückgang bei den Neugeräten jedoch nicht ausgleichen konnte. Das Nettoergebnis fiel noch stärker aus, da die geringere Auslastung der Produktionswerke, eine ungünstigere Produktmischung mit höherem Anteil margenschwächerer Dienstleistungen sowie gestiegene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Zuge zukünftiger Wachstumsinvestitionen die Gewinnmarge spürbar drückten und somit zu einer deutlichen Ergebnisbelastung führten.

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