Niederländische Infrastruktur Aktie des Tages: Ferrovial N.V.

Der Infrastrukturmarkt ist aus Anlegersicht hoch interessant, weil sehr viel Geld in diesen Bereich fließt. Ein sehr spannendes Unternehmen in diesem Bereich ist Ferrovial N.V. (ISIN: NL0015001FS8 / WKN: A3EG0H). Seit Oktober 2022 hat sich der Aktienkurs mehr als verdreifacht, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 50 und die zu erwartende Dividendenrendite liegt bei 2,41 Prozent.

Ferrovial wurde im Jahr 1952 als Bauunternehmen in Spanien gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich seit 2023 in Amsterdam in den Niederlanden. Weltweit beschäftigt Ferrovial rund 22.600 Mitarbeiter.

Das Geschäftsmodell von Ferrovial basiert auf einem integrierten Ansatz, bei dem das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette von Infrastrukturprojekten abdeckt – von der Konzeption und Planung über die Finanzierung und den Bau bis hin zum langfristigen Betrieb und der Wartung. Im Kern konzentriert sich Ferrovial auf die Entwicklung und den Betrieb hochwertiger Infrastrukturassets mit langer Laufzeit, vor allem im Bereich der Autobahnen mit Mautsystemen, aber auch bei Flughäfen und zunehmend im Energiesektor. Die Umsätze entstehen hauptsächlich durch Nutzungsgebühren wie Maut auf Highways und Flughafengebühren, ergänzt durch Dividenden aus Beteiligungen an Konzessionsprojekten sowie durch Einnahmen aus Bauaufträgen. Ein zentraler Vorteil liegt in den langfristigen Konzessionen mit durchschnittlich 55 Jahren Restlaufzeit, die in stark frequentierten urbanen Regionen liegen und oft Preisflexibilität ermöglichen, etwa durch dynamische Mautmodelle.

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Ferrovial operiert besonders stark in Nordamerika, wo es führende Positionen bei sogenannten Managed Lanes hält, wie den 407 ETR in Toronto oder mehrere Express Lanes in Texas und anderen US-Bundesstaaten. Die Highways-Sparte trägt den Großteil des Unternehmenswerts und profitiert von steigenden Verkehrsmengen, Bevölkerungswachstum in Ballungsräumen sowie der Möglichkeit, Preise über der Inflation anzupassen. Die Construction-Sparte unterstützt nicht nur eigene Konzessionsprojekte mit erstklassigen Ingenieur- und Bauleistungen, sondern führt auch externe Aufträge aus und sichert damit stabile Margen sowie einen hohen Auftragsbestand.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Sparte ist die 50,1-prozentige Beteiligung an Budimex, Polens führendem Bauunternehmen, an dem Ferrovial seit dem Jahr 2000 beteiligt ist. Budimex ist in Polen und weiteren Ländern Mittel- und Osteuropas aktiv und konzentriert sich auf Infrastruktur-, Energie-, Industrie- und Umweltprojekte, wodurch es die geografische Reichweite und die operativen Fähigkeiten von Ferrovial sinnvoll ergänzt.

Im Airports-Bereich treibt Ferrovial Projekte wie das New Terminal One am JFK-Flughafen in New York voran, während die Energy-Sparte selektiv in erneuerbare Energien und Übertragungsnetze investiert, um vom Energiewandel zu profitieren.

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In den kommenden Jahren will Ferrovial sein Wachstum vor allem durch eine attraktive Pipeline neuer Infrastrukturprojekte in den USA vorantreiben. Das Unternehmen rechnet mit der Zuschlagserteilung für Projekte wie die I-24 und I-285E Choice Lanes bereits 2026 sowie für die I-77 South Express Lanes 2027. Diese Public-Private-Partnerships adressieren den enormen Investitionsbedarf in der amerikanischen Infrastruktur und sollen durch steigende Verkehrszahlen, dynamische Preismodelle und operative Hebel zusätzliche Wertschöpfung bringen. Gleichzeitig schreitet der Ausbau des New Terminal One am JFK International Airport voran, dessen erste Phase für 2026 geplant ist und der langfristig bis 2060 betrieben werden soll. Die Construction-Sparte, einschließlich der starken Position von Budimex in Polen und Mittelosteuropa, profitiert dabei von einem hohen Auftragsbestand und trägt zur Umsetzung dieser Projekte bei.

Der Umsatz im ersten Quartal 2026 ist gestiegen auf 2,098 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 2,059 Milliarden Euro) und das bereinigte EBITDA ist gestiegen auf 321 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 309 Millionen Euro).

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