Südafrikanische Bergbau- und Rohstoff Aktie des Tages: Exxaro Resources Limited

Südafrika hat mehr als 50 verschiedene mineralische Rohstoffe, darunter vor allem Platin, Gold und Kohle. Das Land besitzt einige der größten Vorkommen der Welt. Ein sehr interessantes Bergbauunternehmen aus diesem Bereich ist Exxaro Resources Limited (ISIN: ZAE000084992 / WKN: A0LETJ). Seit Mai 2025 hat der Aktienkurs rund 50 Prozent zugelegt, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 6 und die zu erwartende Dividendenrendite liegt bei 9,89 Prozent.

Exxaro Resources Limited wurde 2006 gegründet, als Kumba Resources Limited seine Eisenerz-Sparte abspaltete und die verbleibenden Kohle- und sonstigen Vermögenswerte mit Eyesizwe Coal zusammenführte, und hat seinen Hauptsitz in Centurion in Südafrika. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 7.000 Mitarbeiter.

Das Geschäftsmodell basiert auf einer diversifizierten Positionierung mit drei zentralen Säulen, nämlich Kohle, Metallen und erneuerbaren Energien. Die Kohlesparte bildet das defensive und stark cashgenerative Fundament und umfasst langjährige Bergwerke wie Grootegeluk im Waterberg-Gebiet, das über mehr als 4,2 Milliarden Tonnen Ressourcen und eine Reservenlebensdauer von über 46 Jahren verfügt, sowie weitere Betriebe in Mpumalanga wie Matla, Belfast, Leeuwpan und das Joint Venture Mafube. Die Produktion liegt bei etwa 40 Millionen Tonnen jährlich und beliefert sowohl den inländischen südafrikanischen Strommarkt, der rund zwei Drittel des Kohleabsatzes ausmacht und langfristige, inflationsgebundene Verträge mit Eskom umfasst, als auch den Exportmarkt über den Richards Bay Coal Terminal und Maputo. Daneben werden metallurgische und semisoft-Koks-Kohlen sowie industrielle Qualitäten erzeugt. Diese Sparte zeichnet sich durch hohe Preiserzielung, EBITDA-Margen von über 25 Prozent und eine starke Kapitalrendite aus und liefert den Großteil der aktuellen Erträge.

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Ergänzt wird das Portfolio durch die Metallensparte, die langfristige, skalierbare und cashgenerative Beteiligungen an Mangan- und Eisenerz-Assets umfasst. Hierzu zählen die Mehrheitsbeteiligung an der Tshipi-Borwa-Mine, eine der weltweit größten Manganproduzenten mit hohen Gehalten und einer Produktionskapazität von 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr, sowie Minderheitsanteile an weiteren Manganbetrieben und an Sishen Iron Ore Company. Mangan wird vor allem für die Stahlherstellung nachgefragt und eröffnet zusätzliche Chancen im Batteriesektor. Die erneuerbare Energiesparte, gebündelt unter Cennergi, konzentriert sich auf Wind- und Solaranlagen mit langfristigen Abnahmeverträgen und erwirtschaftet bereits stabile, hochmargige Erträge. Insgesamt zielt das Geschäftsmodell darauf ab, die Kohlenstoffintensität zu senken, indem die cashstarken Kohleerlöse die Expansion in zukunftsorientierte Bereiche finanzieren und so eine resilientere Ertragsbasis schaffen.

In den kommenden Jahren will Exxaro diese Diversifikation gezielt vorantreiben und den Anteil von Metallen und erneuerbaren Energien an den Konzernerträgen bis 2030 auf über 50 Prozent steigern, während der Kohleanteil auf rund 40 Prozent zurückgeht. Die erneuerbare Kapazität soll von derzeit einigen hundert Megawatt auf 1.600 Megawatt netto installierte Leistung ausgebaut werden, unterstützt durch ein umfangreiches Pipeline-Portfolio aus Wind-, Solar- und Batteriespeicherprojekten sowie Investitionen in Höhe von etwa 11,5 Milliarden ZAR. Gleichzeitig wird die Manganplattform weiter integriert und optimiert, um Skaleneffekte in Logistik, Marketing und Kostenposition zu nutzen, und es werden opportunistische Kupfererkundungen in Südafrika vorangetrieben. Bei der Kohle stehen Lebensverlängerungen der bestehenden Minen im Vordergrund, die das Portfolio bis in die 2070er Jahre tragen können, verbunden mit Verbesserungen der Schienenlogistik für höhere Exportvolumina und disziplinierter Kapitalallokation, die eine Eigenkapitalrendite von über 20 Prozent im Bergbau und 15 Prozent im Energiebereich anstrebt. Das Unternehmen verfolgt zudem das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 und investiert parallel in die Dekarbonisierung der eigenen Betriebe, um die Transformation zu einem ausgewogenen Mineral- und Energiebetrieb nachhaltig abzusichern.

Im Geschäftsjahr 2025 ist der Umsatz gestiegen auf 41,771 Milliarden ZAR (Vorjahr: 40,725 Milliarden ZAR) und der den Eigentümern des Mutterunternehmen zurechenbare Nettogewinn ist gesunken auf 7,564 Milliarden ZAR (Vorjahr: 7,724 Milliarden ZAR).

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