Telekommunikation Aktie Reit des Tages: SBA Communications Corporation

Die Digitalisierung schreitet immer schneller voran, ein wichtiger Akteur in diesem Bereich ist SBA Communications Corporation (ISIN: US78410G1040 / WKN: A2DKP8). Seit Dezember 2021 hat sich der Aktienkurs mehr als halbiert, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 20 und die zu erwartende Dividendenrendite liegt bei 2,73 Prozent.

SBA Communications Corporation wurde 1989 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Boca Raton, Florida. Das Unternehmen beschäftigte zum Jahresende 2025 rund 1.844 Mitarbeiter, davon einen erheblichen Teil im internationalen Geschäft.

Das Geschäftsmodell basiert darauf, als unabhängiger Eigentümer und Betreiber von Funkinfrastruktur den Mobilfunkanbietern die physische Grundlage für ihre Netze zur Verfügung zu stellen. Im Kern vermietet das Unternehmen Platz an seinen Türmen, Dachstandorten und anderen Strukturen, auf denen die Kunden Antennen, Funkgeräte und zugehörige Technik installieren.

Die Verträge laufen in der Regel über fünf bis zehn Jahre mit Verlängerungsoptionen und enthalten jährliche Preissteigerungen. Weil ein Turm mehrere Mieter aufnehmen kann, entstehen hohe operative Hebelwirkungen: Die Fixkosten für Grundstück, Steuern, Unterhalt und Überwachung bleiben weitgehend konstant, während jeder zusätzliche Mieter oder jede zusätzliche Ausrüstung den Cashflow überproportional steigert.

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Ergänzend dazu bietet SBA im Inland Dienstleistungen rund um Standortsuche, Genehmigungen, Bau und Installation an. Diese Serviceaktivitäten sind zyklischer und machen nur einen kleineren Teil des Ergebnisses aus. Das Unternehmen ist als Real Estate Investment Trust organisiert und erwirtschaftet den weitaus größten Teil seines operativen Gewinns aus dem wiederkehrenden Leasinggeschäft.

In den kommenden Jahren will SBA vor allem durch organisches Wachstum auf den bestehenden Standorten und durch gezielte Portfolioerweiterung wachsen. Das Unternehmen setzt darauf, die Kapazität seiner Türme besser auszunutzen, indem weitere Mieter hinzukommen und bestehende Kunden zusätzliche Geräte oder Frequenzen aufschalten. Gleichzeitig sollen durch selektive Übernahmen und den Bau neuer Türme, vor allem in Märkten mit starkem Carrier-Bedarf, weitere Standorte hinzugewonnen werden.

Ein Beispiel ist die Übernahme von rund 7.000 Türmen in Zentralamerika, die SBA dort zum führenden unabhängigen Anbieter gemacht hat. Langfristig rechnet das Management mit anhaltendem Datenwachstum durch 5G-Ausbau, kommende Frequenzauktionen, Fixed-Wireless-Angebote und neue Anwendungen rund um künstliche Intelligenz und 6G. Diese Entwicklungen sollen den Bedarf an zusätzlichem Platz auf den Türmen und an dichteren Netzen weiter erhöhen. SBA konzentriert sich dabei auf Märkte, in denen es eine starke Position gegenüber den führenden Netzbetreibern aufbauen oder halten kann, und hat schwächere Regionen bereits verlassen. Daneben prüft das Unternehmen angrenzende Geschäftsfelder wie Edge-Computing-Standorte.

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Im zweiten Quartal 2026 ist der Umsatz gestiegen auf 715,274 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: 698,981 Millionen USD) und der SBA Communications Corporation zurechenbare Nettogewinn ist gesunken auf 198,777 Millionen USD (Vorjahreszeitraum: 225,794 Millionen USD). Die Ursachen für den Nettogewinnrückgang waren vor allem höhere Zinsaufwendungen, deutlich niedrigere Währungsgewinne, Einstellung des Netzgeschäfts von EchoStar und die Kündigung alter Sprint-Mietverträge nach der Übernahme von T-Mobile. Nach der Übernahme von Sprint durch T-Mobile gibt es viele doppelte oder benachbarte Standorte. T-Mobile braucht nicht beide Netze und kündigt daher die alten Sprint-Mietverträge, sobald sie auslaufen.

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