Deutsche Aktie des Tages: KSB SE & Co. KGaA

Auch wenn es wirtschaftlich für viele Unternehmen in Deutschland schlecht läuft, so gitb es durchaus noch einige Ausnahmen, wie KSB SE & Co. KGaA (ISIN: JP3160960005 / WKN: A2QRY3). Seit März 2025 hat der Aktienkurs rund ein Viertel verloren, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) der Aktie liegt bei rund 12 und die zu erwartende Dividendenrendite liegt bei 2,8 Prozent.

Die KSB SE & Co. KGaA wurde 1871 in Frankenthal von Johannes Klein, Friedrich Schanzlin und Jakob Becker als Frankenthaler Maschinen- und Armatur-Fabrik gegründet und hat dort bis heute ihren Hauptsitz. Zum 30. Juni 2026 beschäftigte der Konzern 17.153 Mitarbeiter weltweit. Das Unternehmen ist ein international tätiger Hersteller von Pumpen, Armaturen und dazugehörigen Serviceleistungen und gehört im globalen Pumpenmarkt zu den drei umsatzstärksten Anbietern. Die Produkte kommen überall dort zum Einsatz, wo Flüssigkeiten gefördert, geregelt oder abgesperrt werden müssen, etwa in der Gebäudetechnik, der allgemeinen Industrie, der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, in der Energieerzeugung einschließlich konventioneller und nuklearer Kraftwerke, im Bergbau sowie in der Petrochemie und Chemie.

  Deutsche Halbleiter Aktie des Tages: Elmos Semiconductor SE

Das Geschäftsmodell stützt sich auf drei Segmente. Das Pumpen-Geschäft umfasst Standard- und Sonderpumpen vom kleinen Nassläufer bis zu Groß- und Sonderaggregaten für Bergbau, Kraftwerke oder Kläranlagen und macht den größten Teil des Auftragseingangs aus. Das Armaturen-Geschäft liefert Absperr-, Regel- und Spezialarmaturen. Den dritten Pfeiler bildet KSB SupremeServ mit Ersatzteilen, Wartung, Reparatur, Reverse Engineering und Anlagenanalysen. Dieser Aftermarket-Bereich trägt rund ein Drittel zum Auftragseingang bei und profitiert von einer installierten Basis im Wert von rund 30 Milliarden Euro sowie einem Netz aus rund 190 Servicezentren und mehreren tausend Servicemitarbeitern.

Die Wertschöpfung ist vertikal integriert: eigene Gießereien auf drei Kontinenten, 37 Produktionsstandorte in 18 Ländern und zentrale Ersatzteillager ermöglichen kurze Lieferwege und kundenspezifische Lösungen. Verkauft wird direkt an Anlagenbauer, Betreiber und Endkunden sowie über Händler, ergänzt um digitale Angebote wie Fernüberwachung, prädiktive Wartung und Online-Shops.

Das Wachstum soll in den kommenden Jahren vor allem organisch und über die Strategie Mission TEN30 entstehen. Bis 2030 strebt KSB einen Auftragseingang von über vier Milliarden Euro, eine Umsatzrendite von mehr als zehn Prozent und eine Top-3-Position in den bearbeiteten Märkten an. Dafür setzt das Unternehmen auf rund fünf Prozent Wachstum je Marktgebiet, den Ausbau des margenstarken Service- und Ersatzteilgeschäfts, die Stärkung des Armaturengeschäfts durch Effizienz, Portfolio- und Vertriebsmaßnahmen sowie die Lokalisierung von Produkten außerhalb Europas. Regional soll der Anteil der wachstumsstärkeren Regionen Asien-Pazifik und Amerika steigen, während Europa als Heimatmarkt stabil gehalten wird. Zusätzliche Impulse erwartet das Management aus Wasser- und Abwasserprojekten, der Energieerzeugung inklusive Small Modular Reactors, Rechenzentren, energieeffizienten Pumpen und der Digitalisierung von Produkten und Prozessen. Ergänzend sind gezielte kleinere und mittlere Zukäufe in Pumpentechnik, Digitalisierung und neuen Marktgebieten vorgesehen.

Im ersten Halbjahr 2026 ist der Umsatz gestiegen auf 1,4714 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 1,4649 Milliarden Euro) und das den KSB SE & Co. KGaA Aktionären zurechenbare Nettogewinn ist gesunken auf 48 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 57,8 Millionen Euro).

  Technologie Aktie des Tages: Navan, Inc.

Werbung



Füge einen Kommentar hinzu:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert