Aktie des Tages: Salesforce

Vorgestern verlor die Salesforce-Aktie (WKN: A0B87V / ISIN: US79466L3024) zwanzig Prozent an einem Tag, 50 Milliarden Euro Börsenwert waren futsch. Somit liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) jetzt bei 37, die Dividendenrendite bei 0,73 Prozent.

Natürlich kommt so ein starker Kurseinbruch nicht von ungefähr, es gab Gründe. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 betrug der Umsatz 9,133 Milliarden USD (Vorjahresquartal: 8,274 Milliarden USD), das EBITDA 3,346 Milliarden USD (Vorjahresquartal: 3,057 Milliarden USD) und das Nettoergebnis 1,533 Milliarden USD (Vorjahresquartal: 199 Millionen USD). Diese Zahlen waren eigentlich gar nicht so schlecht, lagen aber dennoch unter den Erwartungen.

Das ganz große Problem für die Analysten und Anleger waren die Aussichten für das zweite Quartal, wo der Umsatz zwischen 9,2 Milliarden USD und 9,25 Milliarden USD liegen soll, was etwa einem Wachstum von acht Prozent entsprechen würde. Bisher lag dies im zweistelligen Bereich und nun wird befürchtet, dass diese Zeiten vorbei sind. Dies halte ich durchaus für möglich, so ein Punkt kommt bei jedem Unternehmen irgendwann. Dennoch ist dies kein Drama, auch wenn die Aktie erst einmal Federn lassen muss.

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Salesforce entwickelt CRM-Software (Customer Relationship Management). Vereinfacht ausgedrückt ist dies eine Software für das Kontaktmanagement, das Vertriebsmanagement und die Produktivitätsverbesserung, um die Geschäftsbeziehungen zu verbessern.

The Wall Street Journal hatte im April gemeldet, dass Salesforce für 11,4 Milliarden USD Informatica übernehmen möchte und die Gespräche in der Endphase seien. Ende April meldete Reuters dann, dass es wohl doch keine Übernahme geben wird.

Salesforce war über Jahre sehr stark gewachsen durch die vielen und großen Akquisitionen. Die letzte Große (Slack) fand 2021 für 28 Milliarden USD statt. Aktivistische Investoren haben dann Druck gemacht und einen Kurswechsel gefordert. Übernahmen sind teuer, die Zinsen sind hoch. Dies würde zur angeblichen Absage der Übernahme passen.

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