Allzeithoch bei meinem Wikifolio-Musterdepot, Opendoor, NVIDIA und anderes

Gestern war ein fantastischer Handelstag, welcher zu einem neuen Allzeithoch bei meinem Wikifolio-Musterdepot (ISIN: DE000LS9RZP4) und auch in meinem eigenen Depot geführt hat. Nach dem Fed-Entscheid hat sich die Wall Street beruhigt, sie war sogar regelrecht erleichtert und hat die Aktienkurse in die Höhe getrieben.

Auch mein Aktien-Musterdepot ist nicht von Rücksetzern verschont geblieben die letzten Wochen. Ich schreibe in meinem Blog immer von Buy and Hold, dass dies die beste Strategie ist und man nur kleine Anpassungen vornehmen sollte. Diese Strategie hat sich jetzt wieder bewährt.

Heute ist Opendoor Technologies fast 20 Prozent zeitweise hochgeschossen, nachdem sie vorher böse zweistellig abgestürzt war. Diese Gelegenheit hatte ich für einen Nachkauf genutzt. Auch NVIDIA war 14 Prozent im Plus. Diese und viele weitere Aktien haben mein Musterdepot zum Allzeithoch getrieben.

Man muss sich damit beschäftigen, warum eine Aktie abgestürzt ist. Oft reagieren Anleger voreilig. Hier war es eine Meldung eines Analysten, der bei Zillow, einer US-Plattform für Immobilienverkäufe, bei einigen Immobilien festgestellt hat, dass die Immobilienpreise dort gesunken sind.

Daraus wurde jetzt geschlussfolgert, dass Opendoor seine Immobilien vielleicht zu teuer eingekauft hat. Opendoor kauft Wohnimmobilien an, saniert sie und verkauft sie weiter. Die Wachstumsraten sind gigantisch. Ich halte diese Analystenmeinung für sehr spekulativ. Wenn man den US-Immobilienmarkt sich genauer anschaut, dann gehen Wohnimmobilien fast immer über dem Angebotspreis weg. Die Verkäufer sind regelrecht beleidigt, wenn ihnen einer das bietet, was sie verlangen.

Derzeit sind in meinem Musterdepot knapp 11.000 Euro echtes Geld investiert. Die Hälfte stammt von mir, die andere Hälfte von einem anderen Blogleser, der an mein Musterdepot glaubt. Es waren zwischenzeitlich sogar 28.000 Euro investiert worden. Hier war wunderbar zu beobachten, wie einige Anleger eingestiegen und wieder ausgestiegen sind. Sie hatten die Nerven offenbar nicht, Rücksetzer auszusitzen. Dies muss man aber an der Börse, sonst verliert man Geld. Buy and Hold eben.

Es war zu erwarten, dass die US-Notenbank mit dem Tapering (Reduzierung der Anleihekäufe) beginnt. Die amerikanische Wirtschaft ist mittlerweile wieder an dem Punkt angekommen, wo sie vor der Corona-Pandemie stand. Teilweise läuft sie sogar besser als vorher.

Derzeit kauft die Fed jeden Monat für 120 Milliarden Dollar Anleihen. Nun haben die Währungshüter bekannt gegeben, die Anleihekäufe um 15 Milliarden Dollar monatlich zu reduzieren. Genaugenommen haben sie gesagt, für November und Dezember. Nach und nach wird es dann zu weiteren Reduzierungen kommen. Dies ist nur eine Frage der Zeit, bis es angekündigt wird. Darauf können wir uns als Anleger schon einmal einstellen.

Es ist auf eine Art schon faszinierend zu sehen, wie der Markt auf diese Ankündigung reagiert. Vor einiger Zeit wurde dies noch als Gift für den Aktienmarkt bezeichnet. Jetzt führt es zu neuen Höchstständen. Mich überrascht dies nicht. Wir haben diese 180-Grad-Wenden bei den Meinungen der Anleger seit Corona schon öfter erlebt. Erst war alles ganz schlecht für den Markt, danach sind die Kurse dennoch explodiert.

Viele Anleger reden jetzt schon von einer Jahresendrally. Schön wäre es, wenn es tatsächlich so käme. Es würde mich auch nicht wundern, wenn es so kommt. Allerdings bin ich immer noch davon überzeugt, dass wir nach den Q1-Zahlen für 2022 eine erneute kleinere Korrektur sehen werden.

Die Wirtschaft kann derzeit nicht so viel produzieren, wie sie gerne möchte, weil Halbleiter und andere Komponenten fehlen. Auch gibt es erhebliche Probleme beim Import von Handelswaren, welche somit nicht im Weihnachtsgeschäft verkauft werden können. Der Einzelhandel erwirtschaftet im November und Dezember ein Fünftel, bis sogar ein Viertel seines Jahresumsatzes, je nach Branche.

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