Blutbad an den Aktienmärkten – geht es jetzt wieder aufwärts?

Wer ein gutes Wachstumsdepot besitzt und heute einmal hineingeschaut hat, wird nicht ganz so glücklich gewesen sein. Bei mir habe ich zwischenzeitlich Aktien mit zwanzig Prozent Minus gesehen, den Tag zuvor sah es ähnlich aus. Ich bin Kummer gewohnt, daher kann ich dabei sehr entspannt bleiben.

Auf der anderen Seite gab es aber auch Aktien, welche ein bisschen im Plus waren oder nur zwei Prozent im Minus. Hier zeigt sich wieder einmal, dass Aktien, welche gerne am Tag mal zweistellig steigen, auch zweistellig fallen können. Dies gehört mit zur Börse und man muss dies aushalten können. Jede Krise hat auch wieder mal ein Ende.

Wenn du dir die großen Indizes anschaust, kann man gar nicht auf den ersten Blick erkennen, dass es so unterschiedlich bei den Aktien aussieht. Dies hängt damit zusammen, dass in den Indizes die ganz großen Tech-Unternehmen drin sind, welche eine sehr hohe Gewichtung besitzen und nur leicht nachgegeben haben gegenüber anderen Aktien. Daher kann man das Kursmassaker bei einigen Aktien gar nicht so erkennen, wenn man sich nur den Index anschaut.

Mich haben wieder einige Mails von besorgten Anlegern erreicht, welche ich natürlich beantwortet habe. Ihr dürft aber gerne auch die Kommentarfunktion nutzen. Einige Leser beschweren sich schon, dass bei mir so wenig kommentiert wird.

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Bleib ruhig! Diese Kurskorrektur war überfällig und läuft bei genauer Betrachtung der Aktiencharts schon seit zwei Wochen. Seitdem wird über Inflation und steigende Renditen bei den US-Staatsanleihen geredet. Dies musste sich auf den Aktienmarkt auswirken, hatte ich ja damals auch im Blog geschrieben.

Ich habe die Gelegenheit für Nachkäufe genutzt. Wenn man sich mal etwas genauer die Kurse anschaut, könnte es sein, dass sich die Lage etwas beruhigt hat, auch wenn gestern kein guter Börsentag war. Zum Handelsende ging es wieder.

Die starken Kurseinbrüche, welche wir nach der Eröffnung der US-Börse gesehen haben, lagen teilweise nur noch bei einem Viertel zum Handelsende. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte nach seinen gestrigen Äußerungen die Lage an den Aktienmärkten wieder etwas beruhigt, die Anleihenkäufe gehen erst einmal munter weiter. Dies kann bedeuten, dass die Börsen Mittwoch wieder anziehen, schließlich läuft die Korrekturphase auch schon zwei Wochen.

Es ist kein Crash in dem Sinne was wir hier sehen, es ist nur eine überfällige Korrektur. Wäre nicht die Inflation und die steigenden Renditen bei den US-Staatsanleihen der Grund, dann hätte man einen anderen gefunden, warum es jetzt eine Korrektur gibt. Der Wirtschaft geht es relativ gut, die USA öffnen immer mehr Wirtschaftsbereiche wieder, die Zahlen aus China sind gut und die Impfungen laufen.

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Kein Grund zur Panik wegen der Inflation. Einige Industrie-Unternehmen schaffen es gar nicht, die ganzen Bestellungen abzuarbeiten, so viele Bestellungen haben die. Der Aufschwung ist am Laufen. Denk langfristig, die meisten anderen Börsianer machen dies auch. Es ist nichts in Sicht, was den Aufschwung stoppen kann. Auch die Corona-Mutationen sind bisher nicht das große Problem.

Ich bleibe investiert, kaufe nach. Meine Plug Power Trading-Position habe ich gestern nochmals aufgestockt, bei 32,50 Euro musste ich kaufen, dies waren fast 50 Prozent Kursabschlag. Sollte es nochmals heruntergehen, kaufe ich erneut. Jetzt habe ich zwei Positionen, eine ältere in Dollar, welche immer noch über 200 Prozent im Plus ist und eine in Euro. Die Dollar-Position behalte ich noch einige Jahre, die Euro-Position nur kurzfristig als Trade.

Am Freitag nach Handelsende kommt Plug Power in den MSCI World Index. Ab Montag müssen die Anbieter physischer ETFs die Aktie für ihre Kunden auch immer kaufen, wenn Kapitalzuflüsse erfolgen. Dies treibt den Aktienkurs mittelfristig etwas an, weil das Handelsvolumen zunehmen kann. Am 25.02.2021 soll es die Q4-Zahlen und das Jahresergebnis geben.

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