Britische Getränke-Aktie des Tages: Diageo plc

Es kriselt beim britischen Getränke-Hersteller Diageo (WKN: 851247 / ISIN: GB0002374006). Der Aktienkurs hat seit Dezember 2021 rund 40 Prozent verloren. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt bei knapp 17. Es sieht nicht so aus, als hätten wir schon die Talsohle erreicht. Es gibt von Analysten auch einige Abstufungen auf Verkaufen.

Diageo ist mit mehr als 200 Marken, welche in ca. 180 Länder vertrieben werden, einer der größten Spirituosenhersteller der Welt. Zu den bekanntesten Marken gehören Johnnie Walker, Guinnes, Tanqueray, Baileys, Smirnoff und Captain Morgan.

Diageo hatte diverse Verkaufsrückgänge in Südamerika und der Karibik, was allerdings auch nicht sehr verwunderlich ist, betrifft andere Unternehmen ebenfalls. Viele Menschen in Südamerika haben generell nicht viel Geld, dann kam die hohe Inflation. Somit müssen diese Menschen sparen und haben weniger Geld für teuren Alkohol. Wenn diese Kunden dann Alkohol kaufen, eher dann den billigen.

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Der Konzern kämpft seit Jahren schon mit sinkenden Margen. Durch den Konflikt in Israel gab es auch einen Verkaufsstopp im Nahen Osten. In China kriselt es auch. Nun gibt seitens China sogar noch eine Untersuchung wegen angebliches Dumping bei den westlichen Branntweinherstellern. Welche es genau betrifft, ist bisher noch nicht bekannt. Hauptziel werden wohl die französischen Unternehmen sein, weil der französische Präsident besonders Druck auf die EU gemacht hat, wegen den Subventionen bei den chinesischen Elektroautos. Diese hat eine Anti-Dumping-Untersuchung eingeleitet. Dies ist nun die chinesische Gegenreaktion.

Das Management von Diageo erwartet 2024 und 2025 wieder ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent. Mehr Umsatz bedeutet aber nicht mehr Gewinn, wenn die Margen sinken. Grundsätzlich finde ich diese Aktie spannend wegen dem riesigen Marken-Portfolio. Die Inflation geht zurück, die Zinsen werden auch sinken, wenn nichts Unvorhersehbares passiert. Dann zieht der Konsum auch wieder an. Von daher kann die Erwartung des Managements von Diageo durchaus eintreffen. Aktuell würde ich aber noch mit einem fallenden Aktienkurs rechnen.

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