Dänische Zukunfts-Aktie des Tages: NKT A/S

Die Energiewende in Europa hat viele Gewinner hervorgebracht. Als Erstes würde man vermutlich an die Projektierer sowie Betreiber der Wind- und Solarparks denken, was auch richtig ist. Zukünftig werden es auch die Hersteller der Batteriespeicher sein. Ein Bereich wird dabei aber meist übersehen, kommt in der Berichterstattung kaum vor, es sind die Unternehmen, welche die Kabel herstellen, ohne die nichts funktioniert. Die Stromnetze benötigen entsprechende Leitungen, um den Strom transportieren zu können.

Für die Offshore-Windparks gibt es im Grunde vier Kabelhersteller, welche sich den Markt aufteilen. Dies wäre die dänische NKT A/S (WKN: 861226 / ISIN: DK0010287663) mit einem Marktanteil von etwa 33 Prozent, aus Frankreich Nexans (WKN: 676168 / ISIN: FR0000044448) mit ebenfalls 33 Prozent, aus Griechenland Hellenic Cables mit 22 Prozent und das italienische Unternehmen Prysmian (WKN: A0MP84 / ISIN: IT0004176001) mit 11 Prozent.

Die Aktien von NKT und Prysmian hatten gerade Allzeithoch. Heute soll es aber vorwiegend um NKT gehen. Seit Oktober sind die Aktien von NKT und Prysmian hochgeschossen, dafür gibt es einen konkreten Grund. Der Stromnetzbetreiber 50Hertz hat einen 4,6 Milliarden Euro Auftrag an diese beiden Unternehmen vergeben. Es geht um die Produktion sowie Installation von 3.500 Kilometer Kabeln an Land sowie Nord- und Ostsee. Es besteht sogar eine weitere Option auf 2.700 zusätzliche Kilometer. Es soll eine Netzverbindung zwischen Dänemark und Deutschland geschaffen werden sowie der Strom von den Windparks aus der Ostsee und Nordsee nach Deutschland transportiert werden. Insgesamt geht es um sieben Projekte.

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Wenn man bedenkt, dass 50Hertz „nur“ für die Stromnetze in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Berlin zuständig ist, was etwa 18 Millionen Menschen betrifft, dann ist da noch viel Potenzial, allein in Deutschland. Gibt ja noch die drei anderen Übertragungsnetzbetreiber Amprion, TransnetBW und Tennet in Deutschland. Der Rest Europas benötigt aber auch Kabel für die Energiewende.

Wobei auch hier schon gemunkelt wird, ob der Staat die nicht kaufen kann, weil die Investitionskosten sehr hoch sind. An 50Hertz hält der Staat schon 20 Prozent über die KfW seit einigen Jahren, weil man keinen Verkauf der Anteile nach China wollte. Vor zwei Monaten hieß es in den Medien, der Staat will auch das Deutschlandgeschäft von Tennet übernehmen, die Verhandlungen laufen bereits. Letzten Monat gab es die Meldung, dass der Bund, hier auch wieder über die KfW, bei TransnetBW 24,95 Prozent der Anteile übernommen hat. Dies passiert, weil viel Geld in den kommenden Jahren in die Netze investiert werden muss und das wird am Ende vom Staat (Steuerzahler) kommen müssen bzw. der muss für die Kredite haften.

Im dritten Quartal 2023 stieg der Umsatz auf 661 Millionen Euro (Vorjahresquartal 492 Millionen Euro) und das EBITDA auf 76,5 Millionen Euro (Vorjahresquartal 35,2 Millionen Euro).

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