Das krisensichere Aktien Depot

Die Welt wird immer verrückter, Unternehmen werden zum Spielball der Politik. Handelskriege belasten die Bilanzen der Unternehmen und Aktienkurse. Üblicherweise wird dann immer Diversifikation empfohlen. Die Anleger sollen breit streuen, über viele Branchen und Länder hinweg. Dies soll dann die Lösung sein.

Ich persönlich kann diesen Standard-Ratschlägen so nicht viel abgewinnen. Schon vor langer Zeit habe ich damit begonnen, die Sachen etwas kritischer zu sehen und bin daher mit meinem Depot einen Schritt weitergegangen. Natürlich habe ich auch diversifiziert, ist doch klar.

Aber was ist eigentlich die Gefahr für Aktien? Diesen Punkt sollte man erst einmal analysieren. Was hatten wir denn so für Krisen in der Vergangenheit und wie sind sie entstanden? Im Grunde steigen Aktien immer solange, wie man jemanden findet, der die Aktie kauft und an an weiteren Kursanstieg glaubt. Findet man keinen Käufer mehr, dann bricht der Kurs ein. Überbewertete Aktien bzw. Spekulationsblasen sind der Hauptgrund für einen Börsencrash, beispielsweise die Dotcom-Blase im Jahre 2000 oder schon die Tulpenkrise 1637.

  Du brauchst eine gute Bildung, um selbstständig denken zu können

Die letzte große Krise war die Finanzkrise 2008. Es wurden die Jahre vorher haufenweise Subprime-Kredite an nicht kreditwürdige Menschen vergeben, so wie es jetzt in den USA immer noch läuft. Dann kollabierte 2006 der Immobilienmarkt und es kam zu einer Kettenreaktion. Die Banken gaben sich gegenseitig keine Kredite mehr und die Zinssätze stiegen. Die Kreditausfälle nahmen zu und es kam zum Knall. Daher glaube ich, dass die nächste Krise wieder eine Finanzkrise sein wird.

Es gibt auch Fälle, die kommen sehr überraschend, der Flashcrash 2010 ist so ein Beispiel oder die Terroranschläge auf das World Trade Center.

Meine Schlussfolgerung daraus ist, weder überbewertete Aktien zu kaufen noch Aktien von Banken oder Lebensversicherern. Ich mache seit Jahren einen Bogen um Industrieunternehmen, weil sie öfter politisch unter die Räder kommen, beispielsweise bei Handelskriegen.

Daher stelle ich mir die Frage, welche Unternehmen sind davon nicht betroffen? Die Antwort wären regionale Unternehmen. Mein Lieblingsbeispiel sind Wasserversorger. Sie sind in einer bestimmten Region aktiv. Handelskriege und Finanzkrisen beeinträchtigen ihr Geschäft nicht. Konkurrenz haben sie auch keine. Da kommt kein neuer Anbieter auf den Markt und schmeißt noch eine Wasserleitung daneben in den Boden, um denen Konkurrenz zu machen. Es gibt eine Vielzahl von regionalen Unternehmen. Damit fährt man grundsätzlich gut.

  Ein fettes Depot ist die beste Entspannung, besser als Yoga

Auch Lebensmittelunternehmen sind nicht sehr stark beeinträchtigt davon. In den letzten beiden Krisen sind sie mit am besten durchgekommen, die Kurseinbrüche lagen durchschnittlich bei unter 30 Prozent. Digitale Unternehmen, die Pharmabranche und Verbrauchsgüterhersteller sind ebenfalls einen Blick wert, wenn man die Aktien günstig bekommt. Es gibt sehr viele Möglichkeiten zu investieren, ohne unnötig viele Risiken eingehen zu müssen.


2 Kommentare
    • IM HAMSTERRAD

Füge einen Kommentar hinzu:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.