Deutsche Aktie des Tages: Amadeus FiRe AG

Aktuell fehlen in Deutschland rund zwei Millionen Arbeitskräfte, bis 2030 sollen es bereits fünf Millionen sein, da die Baby-Boomer in Rente gehen. Diese Regierung, wird genauso wenig, wie die Vorgängerregierung, dieses Problem lösen.

Zu glauben, man macht jetzt ein Punktesystem, wie in Kanada und dann kommen alle zu uns, der irrt gewaltig. Es gibt keinen Grund für gut ausgebildete Fachkräfte zu uns nach Deutschland zu kommen. Die doch kommen wollen, müssen mehr als ein halbes Jahr auf ihr Visum warten, wenn sie es überhaupt bekommen.

Migranten, welche sich bereits bei uns im Land aufhalten und gut ausgebildet sind, denen erkennt man nicht ihre Berufsabschlüsse an. Die meisten Migranten verfügen über keine Ausbildung, können oft gar nicht lesen oder schreiben, sind schwer vermittelbar, wenn sie überhaupt arbeiten wollen.

Lange Rede, kurzer Sinn, es herrscht Goldgräberstimmung bei den Personalvermittlern und Zeitarbeitsunternehmen. Die Amadeus FiRe AG (WKN: 509310 / ISIN: DE0005093108) hatte 2022 erneut ein Rekordjahr. Der Umsatz stieg auf 407,07 Millionen Euro (Vorjahr 372,37 Millionen Euro), der Gewinn nach Steuern stieg auf 38,39 Millionen Euro (Vorjahr 34,83 Millionen Euro), die Dividendenrendite beträgt rund 3,61 Prozent.

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Amadeus FiRe ist ein spezialisierter Personaldienstleister im kaufmännischen & IT-Bereich. Laut seiner Webseite sind aktuell bei ihm 11.665 Stellen offen. Kunden sind u.a. Atoss, Bilfinger, Dallmayr, DPD, Frankfurter Sparkasse, Fresenius, Globus, Jägermeister, ROLAND Assistance, Nestlé, NTT Data, Pfalzwerke Gruppe, Strato, Takko Fashion oder TUI fly. Alles Unternehmen, mit tiefen Taschen.

Es ist eine spannende Branche. Je knapper ein Gut ist, desto mehr kann man dafür verlangen, dies gilt auch für gut ausgebildetes Personal. Von daher glaube ich, dass diese Branche noch richtig viel Geld verdienen wird, auch wenn es jetzt schon ordentlich ist. Auf die Inkompetenz unserer Regierung ist Verlass, die wird den Personalmangel nicht lösen.

Die Aktie korrigiert gerade, notiert rund 40 Prozent unter Allzeithoch vom November 2021. Dadurch beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) rund 18. Amadeus FiRe vermeldet, dass die Arbeitskräftenachfrage innerhalb eines Jahres nachgegeben hat, dennoch ist es immer noch ein hohes Niveau. Die Aktie hatte bei dieser Meldung auch gleich mit nachgegeben. Das Weiterbildungsgeschäft hat sich sehr gut entwickelt. Langfristig sehe ich diese Branche sehr positiv.

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