Deutsche Aktie des Tages: MTU Aero Engines AG

Es tut sich einiges am Flughimmel. Zukünftig sollen uns Drohnen unsere Internet-Bestellungen innerhalb weniger Stunden liefern, Flugtaxis hoffen auf ihre Zulassung und alles soll dabei emissionsfrei sein. Der Traum vom grünen Fliegen soll bis 2035 Realität werden, wenn es nach einigen Flugzeugbauern und Airlines geht.

Von daher liegt es nahe, sich auch einmal eine Aktie aus diesem Bereich anzuschauen. Da müssen wir diesmal nicht ins Ausland schauen, wir finden das Unternehmen in München, die MTU Aero Engines AG (WKN: A0D9PT / ISIN: DE000A0D9PT0).

MTU Aero Engines produziert mit seinen 10.500 Mitarbeitern Triebwerke für die zivile und militärische Luftfahrt und ist damit in Deutschland führend. Weltweit unterhält das Unternehmen 16 Standorte.

MTU Aero Engines fährt mehrgleisig, was grüne Antriebe angeht, was auch klug ist, schließlich weiß man nicht, was sich am Ende am Markt durchsetzt. Für die Getriebefan-Familie von Pratt & Whitney liefert MTU Aero Engines wichtige Schlüsseltechnologien. Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen sind im Vergleich zu Vorgängertriebwerken um je 16 Prozent gesunken. An der neuen Generation wird bereits gearbeitet, welche nochmals eine Minderung um bis zu 65 Prozent erreichen soll.

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Dies wird das Problem aber noch nicht lösen, es bedarf revolutionäre Antriebskonzepte. Dies nennt sich dann Water-Enhanced Turbofan. Es handelt sich dabei um eine Fluggasturbine mit Energierückgewinnung und nasser Verbrennung. Diese wird dann mit Wasserstoff oder sogenannte Sustainable Aviation Fuels (SAF) betrieben und kann die CO2-Emissionen um bis zu 80 Prozent reduzieren. Das im Flug freigesetzte CO2 wird zur Kraftstoffherstellung bestenfalls vollständig aus der Atmosphäre gewonnen.

Und dann haben wir noch die Brennstoffzelle. Dabei wird flüssiger Wasserstoff in Strom gewandelt. Damit wäre die Luftfahrt fast emissionsfrei. Emittiert wird am Ende nur noch Wasser. Bei MTU Aero Engines geht man wohl davon aus, dass Wasserstoff wohl die Lösung in der Luftfahrt sein wird.

Werfen wir noch einen Blick in die Bilanz. 2021 stieg der Umsatz auf 4,188 Milliarden Euro (Vorjahr 3,977 Milliarden Euro). Der Gewinn nach Steuern betrug 222 Millionen Euro (Vorjahr 139 Millionen Euro).

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Seit Oktober 2022 hat die Aktie ein Drittel zugelegt. Die Bewertung ist dadurch noch sportlicher geworden, Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) von rund 45. Die Dividendenrendite beträgt rund 1,06 Prozent.

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