Deutsche Immobilienaktie des Tages: Traumhaus AG

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Bauen wird immer teurer. Viele werden sich ihren Traum vom Eigenheim oder der Eigentumswohnung nicht mehr leisten können. Bereits vor dem Ukrainekrieg waren die Preise explodiert. Seitdem ging es noch einmal kräftig nach oben. Die Baustoffhersteller erhöhen eigentlich einmal im Jahr die Preise. Letztes und dieses Jahr passierte dies mehrfach.

Wie kommen nun zukünftige Eigenheimbesitzer dennoch relativ preiswert an ihr Eigenheim? Die Lösung heißt serielles Bauen, einige nennen es aus Platte 2.0, davon ist dies aber weit entfernt, gar nicht zu vergleichen.

Die 1993 gegründete, Wiesbadener Traumhaus AG (WKN: A2NB7S / ISIN: DE000A2NB7S2 ) ist ein Anbieter für serielles Bauen in Massivbauweise, nicht Fertigbauhäuser. Das Unternehmen hat sich auf Reihen- und Doppelhäuser sowie Mehrgeschossbauten spezialisiert.

Sie kauft Grundstück ab 3.500 Quadratmeter in und um die Metropolregionen sowie Großstädte bundesweit. Darauf errichtet sie dann Häuser, welche sie verkauft oder sie verkauft die baureifen Parzellen. Die Käufer müssen dann über die 100-prozentige Tochtergesellschaft Heinrich Hildmann Baugesellschaft für energieeffizientes Bauen mbH ihr Haus errichten. Doppelte Einnahmen, einmal für das Grundstück und dann noch beim Bau.

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Die Traumhaus AG hat sich bereits Grundstücke für einen Unternehmensumsatz von 500 Millionen Euro gesichert. Dies reicht für die nächsten drei bis fünf Jahre. Damit das Bauen schneller geht und man wettbewerbsfähiger ist, werden über ein eigenes Fertigteilewerk in Kruft ab 2022 Mauerelemente abseits der Baustelle vorgefertigt.

Die Anleger scheinen etwas skeptisch der Aktie gegenüberzustehen. Seit Juni 2021 hat die Aktie 40 Prozent verloren. Aktuell sind auch die steigenden Zinsen Gift für diesen Sektor. Mit über 69 Prozent ist übrigens der größte Anteilseigner der Vorstandsvorsitzende Otfried Sinner. Der Börsenwert liegt bei rund 62 Millionen Euro.

Die vorläufigen Geschäftszahlen für 2021 sehen gut aus, mehr als 18 Prozent Umsatzzuwachs auf 102 Millionen Euro, EBITDA zwischen 12,5 Millionen Euro und 13,3 Millionen Euro (Vorjahr 9,2 Millionen Euro). Die Dividendenrendite liegt übrigens bei rund 5 Prozent.

Die Aktie kam 2018 im Freiverkehr an die Börse. Bisher war dies für die Aktionäre nicht sehr erfolgreich, außer sie hatten rechtzeitig verkauft. Die Frage ist nun, wo ist die Talsohle? Bei steigenden Zinsen kann ich mir vorstellen, dass es noch weiter abwärts geht. Teuer ist die Aktie jetzt schon nicht. Vielleicht wird dies mal eine gute Buy and Hold Aktie, die man zum Schnäppchenpreis einsammeln kann.

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