Deutsche Stahl-Aktie des Tages: Salzgitter AG

Der Krieg in der Ukraine, die explodierende Gaspreis und die Corona-Pandemie in China, welche den Welthandel beeinträchtigen, führt aktuell so sehr bizarren Unternehmensbewertungen. Erst gestern hatte ich ein Unternehmen mit einem KGV von unter zwei vorgestellt.

Heute wird es noch günstiger. Der zweitgrößte deutsche Stahlproduzent, die bereits 1858 gegründete Salzgitter AG (WKN: 620200 / ISIN: DE0006202005), liegt bei einem KGV (roll. Hochrechn.) von 1,44.

Die Baubranche insgesamt hat sich letztes Jahr dumm und dämlich verdient, deren Geschäft brummt. Ohne Baustahl geht es da nicht. Auch die Automobilhersteller und viele andere Industriezweige haben hervorragende Geschäfte gemacht und wie verrückt Stahl benötigt. So schossen der Umsatz und Gewinn von Salzgitter in die Höhe.

Zur Salzgitter AG gehören mehr als 150 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften weltweit, welche rund 24.225 Mitarbeiter beschäftigen.

Derzeit ist grüner Stahl in aller Munde. Gestern wurde bekanntgegeben, dass man in einer ersten Ausbaustufe 723 Millionen Euro an Eigenmitteln freigegeben hat, um das Hüttenwerke in Salzgitter auf eine CO2-arme Rohstahlproduktion bis 2033 umzustellen. Es soll in der ersten Ausbaustufe eine Elektrolyse, eine DRI-Anlage und ein Elektrolichtbogenofen bis Ende 2025 errichtet werden. Dies und weitere Ausbaustufen sollen dazu führen, dass bis 2033 bis zu 95 Prozent der bisherigen jährlich verursachten CO2-Emissionen von etwa 8 Millionen Tonnen eingespart werden.

Wie eingangs bereits erwähnt, ist die Aktie von Salzgitter auf den ersten Blick ein Schnäppchen. Dennoch hat sie sich seit Kriegsbeginn in der Ukraine mehr als halbiert. Ohne Gas gibt es keine Stahlproduktion. Sind die Öfen einmal aus, sind sie kaputt und können verschrottet werden. Dieses Risiko führt dazu, dass die Aktie abgestraft wird. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt übrigens rund 3,36 Prozent dadurch.

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Die letzte offizielle Stellungnahme von dem Unternehmen stammt von Ende Juni 2022. Man geht von einem Rückgang der überdurchschnittlichen Margen aus. Die Prognose wurde dennoch angehoben. Der Umsatz soll auf 13 Milliarden Euro anstiegen (vorherige Prognose 11 Milliarden Euro) sowie einen Vorsteuergewinn (EBT) zwischen 1 Milliarden Euro und 1,2 Milliarden Euro (vorherige Schätzung 750 Millionen Euro bis 900 Millionen Euro). Der Börsenwert des ganzen Konzerns beträgt übrigens 1,2 Milliarden Euro.

Das ganz große Risiko für Anleger besteht darin, sollten die Rohstoff- und Energiekosten steigen oder noch schlimmer, das Gas ausbleiben, dann hat Salzgitter ein richtiges Problem und die Aktie zerlegt sich.

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