Die 6 besten Mautstraßenbetreiber-Aktien

Betreiber von Mautstraßen bieten Anlegern interessante Dividenden. Das Geschäftsmodell ist leicht verständlich und super langweilig, daher gut geeignet auch für Börsen-Einsteiger. Die Risiken halten sich im Rahmen.

Das Geschäftsmodell basiert quasi auf einem Monopol. Es ist wie eine Gelddruckmaschine. In Deutschland ist eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP oder englisch Public-Private-Partnership – PPP) noch nicht so stark ausgeprägt wie in Südeuropa, Frankreich, Australien oder China. Vor allen die südeuropäischen Staaten und Frankreich haben Ebbe in der Staatskasse, daher ist ÖPP dort sehr weit verbreitet.

Bei uns in der Nähe gibt es den 790 Meter langen Warnowtunnel. Hinter diesem Projekt steht das australische Infrastrukturunternehmen Macquarie Infrastructure. Wer da nicht aufpasst, den führt sein Navigationsgerät genau dorthin, obwohl es auch einen kostenlosen Weg gibt. Dann muss man gleich 4,30 Euro berappen.

Es gibt nicht sehr viele an der Börse notierte Mautstraßenbetreiber. Meist sind es auch keine reinen Betreiber von Mautstraßen. Oft sind es Baukonzerne, die neben den Mautstraßen auch Flug- und Seehäfen und andere Infrastrukturprojekte betreiben. Hier liegt auch der Unterschied. Aktien reiner Mautstraßenbetreiber schwanken nicht so stark. Hängt da noch ein Baugeschäft dran, dann ist die Schwankungsbreite größer.

Ich habe auf meiner Liste mit den sechs interessantesten Aktien auch Atlantia (früher Autostrade) aufgelistet, dies ist ein italienischer Mautstraßenbetreiber. Wenn du dir den Aktienkurs anschaust, wirst du sehen, dass er von 2012 bis 2018 gestiegen ist. Dann kam 2018 ein Kurseinbruch.

Vielleicht kannst du dich noch an den Einsturz der Polcevera-Brücke in Genua erinnern, bei dem 41 Menschen starben, dies war 2018. Der Betreiber war Atlantia. Die Brücke wird wieder neu aufgebaut. Der Haupteigentümer von Atlantia ist die Familie Benetton, die mit dem Modeunternehmen.

Beim Brückeneinsturz hat es die Allianz Versicherung gleich doppelt erwischt. Sie ist mit rund 600 Millionen seit 2017 beteiligt am Betreiber. Zusätzlich hatte die Allianz die Brücke noch mitversichert, allerdings nur anteilig im einstelligen Prozentbereich.

Aktuell ist die Aktie rund 30 Prozent im Minus seit dem Coronacrash. Dies kann daher dennoch ein interessanter Kauf sein. Seit dem Crash ist sie schon wieder 50 Prozent gestiegen.

Generell sollte man nicht riesige Kurssprünge der Aktien von Mautstraßenbetreibern erwarten, dennoch steigen sie plus einer anständigen Dividende. Derartige Aktien bieten Investoren eine hohe Sicherheit, weil die Verträge für die Mautstraßen sehr langfristig angelegt sind. Die Margen sind hoch, die Gebühren steigen regelmäßig. Rund 4 bis 7 Prozent Gewinnwachstum ist bei einem Mautstraßenbetreiber zu erwarten.

Dies sind meine 6 Favoriten Aktien von Mautstraßenbetreibern:

UnternehmenISINWKN
ASTMIT0000084027866220
AtlantiaIT0003506190913220
FerrovialES0118900010A0DKZZ
Macquarie Atlas RoadsAU0000013559A2JM2A
TransurbanAU000000TCL6917177
VinciFR0000125486867475


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