Finanziell freie Menschen sind staatlich nicht gewollt

Der Deutsche Staat nimmt das Geld von denen, die es haben und sich nicht wehren können. Dazu gehören Arbeitnehmer, Immobilienbesitzer, kleine Unternehmer und private Investoren. Diese Gruppen haben keine Möglichkeit diese Melkpraxis zu verhindern. Die großen Konzerne und Milliardäre haben weitaus mehr Möglichkeiten.

Eine finanzielle Freiheit der Bürger ist staatlich nicht gewollt. Dies würde nie einer von den Umverteilungspolitikern sagen, ist aber die Wahrheit. Wer soll sonst deren ganzen Wahlgeschenke finanzieren? Die wollen alle wiedergewählt werden. Daher locken sie die Wähler mit einer Vielzahl von teuren Versprechungen. Dies läuft vor jeder Wahl so.

Danach sieht man keinen mehr von denen. Vor der Wahl rennen die Politiker mit Rosen ins Altersheim und machen einen auf Kumpel. Danach sind sie weg, können sich an ihre Wahlversprechen nicht mehr erinnern, bekommen politische Amnesie.

Der Staat, ins besonders die SPD, in Form vom Bundesfinanzminister Olaf Scholz und deren beiden Parteivorsitzenden, sind sehr kreativ darin, wenn es darum geht, die Bürger zu melken. Mit der Aktiensteuer, er nennt es Finanztransaktionssteuer, soll es endlich den Spekulanten an den Kragen gehen, schließlich haben sie die Finanzkrise 2008/2009 ausgelöst.

Nur hat Olaf Scholz die Rechnung nicht mit den Spekulanten gemacht. Die Spekulanten haben offenbar eine gute Lobbyarbeit geleistet. Ihre spekulativen Derivate sind gar nicht von der geplanten Finanztransaktionssteuer betroffen. Es erwischt wieder einmal den Kleinanleger mit seinen Aktien, ETFs, Fonds oder Lebensversicherungen, der Altersvorsorge betreiben möchte. Viele denken, es betrifft nur Aktien, nein, ETFs und Fonds bestehen ja auch aus Aktien. Lebensversicherer investieren die Kundengelder auch teilweise in Aktien. Dies geht daher zulasten der Rendite der Sparer.

Die Politik will den Bürgern zeigen, dass sie etwas macht, ein Signal setzen. Das Schlimme ist, die meisten Bürger haben Null Ahnung und finden das toll, wählen die dann auch noch. Dass sie sich damit selbst in das Knie schießen, merken sie nicht, weil sie ihre Bildung aus den sozialen Medien haben.

In den USA gibt es beispielsweise die 401(k) Pläne für die private Altersvorsorge, die werden vom Arbeitgeber mitfinanziert. Dies ist aber nicht die einzige Möglichkeit, in den USA gibt es viele steuerbegünstigten Sparmodelle, um beispielsweise auch Immobilienvermögen aufzubauen.

In Deutschland sind die Möglichkeiten begrenzt steuerbegünstigt Vermögen aufzubauen. Riester-Rente ist ein Witz, betriebliche Altersvorsorge ist auch nicht der Bringer, dutzende Pensionskassen sind in Schieflage geraten, die Betriebsrenten werden gekürzt.

Die Rürup-Rente bietet noch steuerliche Vorteile. Im Jahr 2025 können 100 Prozent der Beiträge steuerlich abgesetzt werden, 2020 sind es 90 Prozent. Jedes Jahr kommen zwei Prozent hinzu. Es gibt aber eine nachgelagerte Besteuerung in der Auszahlphase zum persönlichen Steuersatz. Dennoch kann man die Rürup-Rente nicht mit einem 401(k) Plan vergleichen, sie hat deutlich mehr Nachteile. Die Amis sind uns da weit voraus.

Die Schuld liegt beim Wähler. Diese Parteien werden gewählt. Leider mangelt es an wirklichen Alternativen. Die einzige Partei, die wirtschaftsfreundlich zu sein scheint, ist die FDP, wobei die in letzter Zeit auch einiges verbockt hat. Die werden aber nie an die Macht kommen, höchstens als kleiner Soziuspartner, wo sie viele Kompromisse eingehen müssen.

Finanziell freie Bürger sind vermutlich auch für den Staat ein Risiko, weil sie unabhängig sind. Die meisten Bürger sind abhängig vom Staat in irgendeiner Form, somit wählen sie die politischen Dummschwätzer auch.

Es bleibt nur in den sauren Apfel zu beißen und munter weiter seine Sparpläne durchzuziehen, um so schnell wie möglich von seinen Dividende leben zu können. Mit 26,375 Prozent Steuern kommt man so noch halbwegs gut weg. Die Aktiensteuer wird niemanden vom Investieren abhalten, leider wissen das auch die Politiker.

Die Belastungen für die Bürger steigen immer mehr, viele merken es nur nicht. Selbst wenn die Steuern stabil gehalten werden, was wohl kaum passieren wird, Coronakrise und Wahlgeschenke sind teuer, zahlen wir immer noch mehr an den Staat. Die Lohnnebenkosten werden in Zukunft steigen, gleichzeitig steigen auch die Steuern jedes Jahr auf die Renten. Je später einer in Rente geht, desto härter ist er betroffen. Die Rentenlücke wird immer größer. Jeder muss selbst vorsorgen, sonst wird er im Alter große finanzielle Probleme haben.



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