Günstiger REIT des Tages: Public Storage

Die US-Notenbank Fed hat mittlerweile das zehnte Mal in Folge den Leitzinssatz angehoben, erst wieder vor einer Woche, auf eine Zinsspanne von 5 bis 5,25 Prozent. Für Immobilienunternehmen ist dies Gift. Die Aktien stürzen immer weiter ab. Richtig übel sind Immobilienunternehmen dran, welche in Gewerbeimmobilien investieren. Dort gab es mittlerweile schon Abschreibungen von 50 Prozent bei Fonds.

Dennoch sollte man den Immobilienbereich nicht gleich insgesamt verteufeln, es gibt viele Unterbereiche. Einer ist der Self-Storage-Bereich, zu deutsch Mietlager. Hier lassen sich die gestiegenen Kosten für die Immobilien deutlich besser weitergeben an die Mieter, als wenn man langfristige Gewerbemietverträge oder Verträge für Wohnungen abgeschlossen hat. Wobei die laufenden Kosten deutlich geringer sind. Es ist ein sehr krisenresistentes Geschäft.

Public Storage (WKN: 867609 / ISIN: US74460D1090) hat sogar im Januar die Übernahme des Wettbewerbers Life Storage angekündigt, dies will man sich 11 Milliarden USD kosten lassen. Beide Unternehmen haben keine zu hohe Verschuldung und die Zinsen dafür halten sich im Rahmen. In den letzten drei Jahren hatte Public Storage bereits rund 8 Milliarden USD für Akquisitionen ausgegeben. Diese Branche kauft gefühlt ständig zu, um zu wachsen.

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Public Storage besitzt mehr als 2.900 Immobilien in den USA, Life Storage mehr als 1.100. Was bei Life Storage aber hinzukommt ist das Self-Storage-Management für Drittanbietern, um die 440 Unternehmen, dies ist sehr lukrativ. Wenn man die managed, kann man hin und wieder ja auch mal nachfragen, ob man den ein oder anderen aufkaufen kann.

Die neuesten Zahlen stammen aus dem Q1, endete am 31. März 2023. Allein in diesem Quartal wurden fünf Self-Storage-Einrichtungen für 46,8 Millionen USD erworben und nach dem 31. März 2023, bis zur Veröffentlichung der Q1-Zahlen am 3. Mai 2023, kamen noch einmal 12 Self-Storage-Einrichtungen für 139 Millionen USD hinzu. Als wenn das nicht schon viel ist, wurden noch drei neu entwickelte Einrichtungen eröffnet, viele weitere sind in der Pipeline.

Der den Stammaktionären zuzurechnende Nettogewinn betrug im Q1 2023 467,6 Millionen USD (Vorjahr 464,1 Millionen USD) bzw. 2,65 USD pro verwässerter Stammaktie (Vorjahr 2,63 USD). Diese Zahlen kann man immer schwer vergleichen, da viel Geld in Akquisitionen und neue Projekte fließt, was Kosten verursacht.

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Die Aktie wird aktuell mit einem Kursabschlag von rund 30 Prozent gehandelt. Dies hat zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) von unter 13 geführt, bei einer Dividendenrendite in Höhe von 4 Prozent.

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