Japanische Bekleidungsaktie des Tages: Fast Retailing

Der reichste Mann Japans heißt Tadashi Yanai. Sein Vermögen wird auf 30,9 Milliarden USD geschätzt. Damit ist er die Nummer 44 auf der Forbes-Liste. Sein Vater gründete 1963 ein kleines Geschäft für Herrenbekleidung mir Schneiderei.

Sein Sohn Tadashi stieg 1972 mit ins Familiengeschäft ein und eröffnete 1984 in Hiroshima eine Zweigniederlassung für preiswerte Jungenbekleidung, welche importiert wurde. 1991 erfolgte dann die Umbenennung in Fast Retailing (WKN: 891638 / ISIN: JP3802300008). Drei Jahre später erfolgte der Börsengang.

Seitdem ging es steil bergauf. Im Februar 2022 waren es bereits 3.528 Bekleidungsgeschäfte unter den Marken Uniqlo, G.U., Theory, Comptoir des Cotonniers, PLST und Princesse Tam.Tam.

Die Geschäfte befinden sich in Japan, China, Hongkong, Taiwan, Südkorea, Singapur, Malaysia, Thailand, Philippinen, Indonesien, Australien, Vietnam, Indien, USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Russland, Deutschland, Belgien, Spanien, Schweden, Niederlande, Dänemark und Italien. In Europa gibt es kaum Geschäfte, oft nur eins bis fünf pro Land, vermutlich zum Antesten des Marktes. Hier besteht noch ein sehr großes Wachstumspotenzial.

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In Russland wurden 50 Geschäfte betrieben und es war auch nicht geplant, sich dort wegen des Angriffs auf die Ukraine zurückzuziehen. „Sich zu kleiden ist eine Notwendigkeit des Lebens. Die Russen haben das gleiche Recht zu leben, wie wir.”, sagte Tadashi Yanai. Daraufhin gab es einen Shitstorm. Der ukrainische Botschafter in Japan schrieb auf Twitter: „Uniqlo hat entschieden, dass das Grundbedürfnis der Russen nach Unterhosen und T-Shirts wichtiger ist, als das Grundbedürfnis der Ukraine nach Leben.“ Drei Tage später erfolgte die Kehrtwende, wegen „operativer Probleme“.

Im Januar 2023 gab das Unternehmen bekannt, seinen Mitarbeitern aufgrund der hohen Inflation mehr Gehalt zahlen zu wollen. Ob das jetzt von Herzen kommt oder nur dazu dient, dass Image nach der Nummer mit den Geschäften in Russland aufzupolieren, darüber kann man diskutieren. Einige Tage zuvor hatte der japanische Premierminister Fumio Kishida die Unternehmen im Land aufgefordert, die Gehälter zu erhöhen. Die Einstiegsgehälter für Hochschulabsolventen werden um etwa 18 Prozent ab März steigen, bei neuen Filialleitern um etwa 36 Prozent. Es geht hoch bis zu 40 Prozent. In einigen Überseeregionen werden die Gehälter zwischen 5 und 25 Prozent steigen.

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Für den umsatzmäßig drittgrößten Fast Fashion Konzern der Welt arbeiten rund 57.576 Mitarbeiter. Nummer eins ist Inditex und Nummer zwei H&M. Diese möchte Fast Retailing natürlich noch überholen.

2022 war ein Rekordjahr für Fast Retailing. Der Umsatz stieg auf umgerechnet 15,906 Milliarden Euro (Vorjahr 14,744 Milliarden Euro). Der Gewinn nach Steuern stieg auf 1,889 Milliarden Euro (Vorjahr 1,174 Milliarden Euro).

Die Aktie hat seit ihrem Allzeithoch etwa 30 Prozent verloren. Die Dividendenrendite beträgt rund 0,76 Prozent.

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