Norwegische Düngemittel-Aktie des Tages: Yara International

Es tut sích einiges am Düngemittelmarkt. Letztes Jahr haben sich die Düngemittelhersteller eine goldene Nase verdient, dann kam der Krieg in der Ukraine. Die Preise sind explodiert, die Kosten allerdings auch, vor allem wegen dem Gas.

Weltweit herrscht aktuell ein sehr großer Appetit auf Ammoniak, was der Grundstoff für Stickstoffdünger ist. Um Ammoniak herzustellen, braucht man Gas, welches teuer ist. Russland fällt als Lieferant aus. Das Ergebnis ist, dass in Europa Fabriken stillstehen oder die Produktion gedrosselt wurde.

Der norwegische Düngemittelhersteller Yara International (WKN: A0BL7F / ISIN: NO0010208051) hatte im Oktober angekündigt, die Ammoniakproduktion in Europa um 65 Prozent und die Produktion von Ammoniumnitrat, welches man in der Landwirtschaft verwendet, um 35 Prozent zu reduzieren.

Yara produziert Stickstoffdünger, Mehrnährstoffdünger, Calciumnitrat,-Harnstoffdünger, Mikronährstoffdünger, wasserlösliche Spezialdünger, NK-Dünger und einiges mehr. Die Landwirtschaft benötigt diese in großen Mengen.

Die Düngemittelpreise sind generell noch sehr hoch, geben nur sehr moderat nach. Zukünftig werden die europäischen Landwirte noch mehr Dünger von außerhalb Europas kaufen müssen, welcher natürlich mehr kostet, als bisher.

2021 hatte Yara 142,881 Milliarden NOK (rund 13,88 Milliarden Euro) umgesetzt, bei einem Gewinn nach Steuern in Höhe von rund 3,86 Milliarden NOK (rund 370 Millionen Euro).

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Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei rund 6,51 Prozent. Kann natürlich immer sein, wenn es schlechter läuft, dass die Dividende dann gekürzt wird. Im Moment ist alles sehr unüberschaubar in der Branche. Keiner weiß, was noch alles kommt.

Aktuell scheint die Aktie nach oben auszubrechen, hat seit dem 30. September 2022 fast ein Drittel zugelegt. Dies kann an den sinkenden Gaspreisen liegen, welche allerdings immer noch relativ hoch sind. Je niedriger sie werden, desto interessanter wird natürlich die Wiederaufnahme bzw. Ausweitung der Ammoniakproduktion in Europa.

Diese Aktie muss man sehr langfristig betrachten, über Jahrzehnte.

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