Renditen bei US-Staatsanleihen steigen wieder, der Wahnsinn geht auch weiter

Die Renditen bei den 10-jährigen US-Staatsanleihen sind wieder auf 1,76 Prozent geklettert, was erneut zu Verunsicherungen bei den Anlegern führt. An Unsicherheiten mangelt es nicht. Gestern wurde endlich das Container-Schiff aus dem Suezkanal befreit, der Warentransport kann wieder seinen Lauf nehmen. Freitag waren Aktien wegen Margin-Calls bei Archegos Capital eingebrochen. Jetzt wieder die US-Staatsanleihen, die verschlechterte Coronalage und geplante Steuererhöhungen in den USA. Irgendetwas ist immer.

Ich habe gestern noch Discovery und ViacomCBS Aktien eingesammelt, als Trade. Vorher war ich short, habe paar Dollar machen können.

Joe Biden redet ja schon lange von einem Infrastrukturprogramm. Deswegen haben viele Anleger auch Aktien von Bauunternehmen eingesammelt. Ich schaue mir auch gerade die ein oder andere an, habe auch bereits welche im Depot.

Allerdings bin ich den USA im Baubereich etwas unterrepräsentiert, da muss ich noch einmal nachlegen. Jedenfalls soll das Volumen des Infrastrukturprogrammes vier Billionen US-Dollar betragen, was gut ist, allerdings drei Billionen US-Dollar sollen durch Steuererhöhungen gegenfinanziert werden, wie gerade bekannt wurde, dies belastet den Aktienmarkt. Noch ist aber nichts beschlossen, da wird es sicherlich noch Änderungen geben.

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Somit verdienen die Unternehmen weniger, die an der Börse notiert sind, natürlich auch. Da jubeln die Anleger nicht gerade. Wenn der Staat dies auf Pump finanzieren würde, ohne Steuererhöhungen, steigen die Renditen bei den Staatsanleihen noch weiter. Egal, wie es gemacht wird, der Aktinemarkt wird nicht jubeln.

Bald beginnt die Berichtssaison, dann geht der Wahnsinn weiter. Man darf die Geschichte mit den US-Staatsanleihen nicht so leicht abtun. Die US-Notenbank kauft für 120 Milliarden Dollar Staatsanleihen jeden Monat. Gleichzeitig wird aber ein Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent in den USA erwartet, was zu weniger Arbeitslosen führt und dann die großen Aufkäufe bei den Staatsanleihen nicht mehr rechtfertigt. Die Börse plant die Zukunft mit ein, dies darf man nie vergessen.

Dies ist ein Problem und lässt die Renditen dann weiter steigen. Wenn die steigen, zwei Prozent sind nicht unrealistisch, dann geht dies zulasten des Aktienmarktes. Auch wenn wir bei vielen Aktien neue Höchststände sehen, dies ist nicht auf alle Aktien übertragbar. Die Momentum-Werte haben richtig einen abbekommen und damit wird vermutlich noch lange nicht Schluss sein.

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Meine letzten Aktienkäufe stammen alle aus der Old Economy, weil die sich weitestgehend wohl gefangen haben. Einige meiner Aktienkäufe der letzten Tage sind gestiegen, andere etwas gefallen. Dies gleicht sich ungefähr aus.

Die Unsicherheit geht weiter. Etwas sein Pulver jetzt noch trocken zu halten, ist nicht verkehrt. Bei den Momentum-Werten werden noch einige nachgeben, die man dann einsammeln kann. Jetzt sollte man einen kühlen Kopf bewahren. Die Börse wird sich wieder fangen, dies kann nur noch etwas dauern.

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