Schweizer Nahrungsmittelaktie des Tages: Barry Callebaut AG

Es kriselt in der Schokoladenbranchen. Noch nie war Kakao so teuer, wie jetzt. Bis 2022 war der Kakao-Preise über viele Jahre ziemlich stabil, seitdem hat er etwa 380 Prozent zugelegt. Etwa 70 Prozent des Kakaos wird in Westafrika geerntet, wovon allein 45 Prozent auf die Elfenbeinküste entfallen. Die anderen 25 Prozent verteilen sich auf Ghana, Nigeria und Kamerun. Dort gibt es sehr schlechte Ernteergebnisse aufgrund von extremen Wetterereignisse und Pflanzenkrankheiten.

Das Ergebnis sind steigende Schokoladenpreise in den Supermärkten und diese belasten die Margen der Schokoladenhersteller dramatisch. Das Geld in dem Geschäft wird der Verarbeitung verdient, bei den Kleinbauern kommt nicht viel an. Diese haben somit kein Geld, um neue Kakaopflanzen zu pflanzen. Es müssten aber Millionen von Bäume gepflanzt werden. Somit müssten die Bauern mehr Geld bekommen.

Tatsächlich ist Kakao gar nicht teuer. Wenn man den Rekordpreis von Kakao von 1977 von 5.010 USD pro Tonne zugrundelegt und die Kaufkraftverluste mit einkalkuliert, dann wären dies heute 25.000 USD, wir liegen aber „nur“ bei einem Drittel, trotz Rekordpreis.

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Barry Callebaut AG (WKN: 914661 / ISIN: CH0009002962) ist der größte Schokoladenhersteller der Welt. Viele wissen das gar nicht, weil dieser Konzern Vorprodukte für die großen Marken herstellt und so nicht direkt mit den Endkunden in Kontakt kommt.

Die Aktie hat seit August 2021 rund 45 Prozent verloren.Ob wir das Tief bereits gesehen haben, ist unklar. Der Kakao-Preis scheint immer weiter zu steigen, was sich theoretisch negativ auf den Aktienkurs auswirken müsste, was bedeutet, dass er weiter nachgeben kann. Wir reden daher jetzt von einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) von 16 und einer Dividendenrendite von 2,22 Prozent. Die Barry Callebaut Aktie ist langfristig sehr interessant. Der Markt muss sich erst einmal an die höheren Preise gewöhnen.

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