Spanische Infrastruktur-Aktie des Tages: Ferrovial S.A.

Public Private Partnership (PPP), zu deutsch öffentliche-private Partnerschaften, hört und liest man in letzter Zeit immer mehr. Im Grunde bedeutet das, dass der Staat notwendige Baumaßnahmen im Infrastrukturbereich, oft sogar den Betrieb, an private Unternehmen auslagert und sich einen schlanken Fuß macht.

Es gibt PPP in vielen Formen. Vom Bau und Betrieb von Autobahnen, über den Bau eines Universitätscampus mit 30jähriger Vermietung an die Kommune, bis hin zum Bau und Betrieb von Flughäfen, ist alles denkbar.

Der Staat gibt sein Geld für alles Mögliche aus, nur nicht für das, was seine Aufgabe wäre. Da kommen ihm private Gelder gerade Recht. Ein Universitätscampus bringt dem Bauherren durch staatliche Mieteinnahmen nach 30 Jahren das Dreifache der Bausumme ein. Hinzu kommt noch der Wertzuwachs. Selbst wenn das Gebäude heruntergewirtschaftet ist, so ist das Grundstück dennoch ein Vielfaches teurer geworden, sodass man diesen Wertzuwachs noch dem Staat als entgangene Einnahme als Kosten hinzurechnen müsste. Am Ende kostet es dem Staat oft das Fünffache, nach 30 Jahren Mietdauer, als wenn er selber baut.

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Von daher schauen wir uns heute einmal ein spanisches Unternehmen mit mehr als 63.000 Mitarbeitern an, die Ferrovial S.A. (WKN: A0DKZZ / ISIN: ES0118900010). Das Unternehmen ist in mehr als 50 Ländern aktiv.

Ferrovial baut und betreibt Wasseraufbereitungs-, Reinigungs- und Entsalzungsanlagen, Stromnetze, Autobahnen (24 Konzessionen in 9 Ländern), Tunnel (546 Kilometer), U-Bahnen (Beteiligung London Underground, Streckenabschnitt in Toronto in Planung), Brücken, Eisenbahnstrecken (5.720 Kilometer), Flughäfen (Heathrow Airport, Terminal One JFK Airport, Glasgow Airport, Dalaman International Airport, Southampton Airport, Aberdeen Airport) und Carsharing von Elektrofahrzeugen mit Ladeinfrastruktur.

Werfen wir noch einen Blick auf die ersten neun Monate 2022. Der Umsatz stieg um 5,5 Prozent auf 5,446 Milliarden Euro, das EBITDA stieg um 11,8 Prozent auf 521 Millionen Euro.

Die Aktie notiert rund 10 Prozent unter Allzeithoch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt bei etwa 14, die Dividendenrendite bei rund 2,56 Prozent.

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