Viele Aktien haben aberwitzige Bewertungen und führen zu Blasen, da musst du vorsichtig sein

Wir sehen derzeit sehr hohe Bewertungen an den Aktienmärkten, teils sogar sehr abenteuerliche. Hier besteht die Gefahr einer Blasenbildung. Bei einigen Unternehmen sind die bereits geplatzt, es kam zu großen Kurskorrekturen. Dies ist erst der Anfang, dies wird noch einige Unternehmen betreffen.

Bei Blasen würde man jetzt als Erstes an die Technologie-Aktien denken, Wasserstoff- oder Cannabis-Aktien. Wir sehen aber auch viele absolut überbewertete Unternehmen in der klassischen Old Economy. Wer da Aktien nach dem Value-Ansatz sucht, wird kaum welche finden und wenn dann welche, die man meist lieber nicht kaufen sollte. Viele Unternehmen kriseln, schrumpfen sich kleiner, haben aber höhere Bewertungen als vor der Krise, dies ist unlogisch.

Oft hat es einen Grund, dass eine Aktie so günstig ist, dem Unternehmen geht es schlecht, es hat Probleme. Man kann aber auch nicht einfach umgekehrt sagen, ist ein Unternehmen hoch bewertet, dann geht es dem super. Es ist oft so, aber nicht immer.

Hier kommen wir wieder zu meinem Lieblingsbeispiel, welches ich schon öfter verwendet habe. Es gibt so viele Unternehmen, die verdienen kein Geld, es steigt der Umsatz und der Verlust. Die Anleger haben einen Tunnelblick, achten nur um den steigenden Umsatz, den steigenden Verlust blenden sie vollkommen aus.

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Dies ist gefährlich. Ich bin seit vor dem Platzen der Internetblase an der Börse. Da gab es viele Unternehmen dieser Art. Einige Jahre später waren sie pleite. Dennoch ist die Qualität der Technologie- bzw. Internet-Unternehmen heute deutlich besser als damals. Vielen geht es wirtschaftlich sehr gut, sind hochprofitabel.

Ich tue mich sehr schwer dabei, mein Geld in Unternehmen zu investieren, welche keinen Gewinn erwirtschaften. Nur zwei Ausnahmen habe ich dieses Jahr gemacht, Okta Inc. (WKN: A2DNKR / ISIN: US6792951054) und Fiverr International Ltd. (WKN: A2PLX6 / ISIN: IL0011582033). Beide Aktien sind dick im Plus.

Unter Geld verdienen verstehe ich übrigens ein positives operatives Ergebnis, das EBIT, nicht das EBITDA. Bei Okta steigt der Verlust sogar. Ich habe diese Aktie gekauft, weil das Unternehmen ein Profiteur der Corona-Pandemie ist. Derzeit wird viel Geld für Werbung von Okta ausgegeben. Die Kunden nutzen die Software-Anwendungen von Okta aber langfristig, über Jahre, es ist kein einmaliges Geschäft, wie beim Onlinehandel, eher eine Art Abo-Modell. Deswegen sollte irgendwann der Punkt kommen, wo Okta die Werbeausgaben herunterfahren kann und dann Geld verdient.

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Bei Fiverr steigt zwar auch das EBITDA, nicht nur der Umsatz, aber der Verlust beim operativen Ergebnis sinkt. Deswegen habe ich die Fiverr-Aktie gekauft. Für mich sieht das nach dem Turnaround aus.

Bleib am besten bei Unternehmen, die profitabel sind. Diese verursachen deutlich weniger Kopfschmerzen, als die ganz heißen Aktien, die immer mehr Verluste produzieren. Selbst wenn diese Aktien stark überbewertet sind, wie meistens, solange man langfristig investiert, steigt die Aktie fast immer auch weiter, selbst wenn es zwischendurch zu einer Korrektur kommt.

Ich habe mich mittlerweile weitestgehend davon verabschiedet, Aktien nicht zu kaufen, wenn sie überbewertet sind, ich kaufe sie trotzdem fast immer. Eine Tesla-Aktie würde ich jetzt aber heute nicht mehr kaufen.

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