Burggraben-Aktie des Tages: Jack Henry & Associates Inc.

Ich habe schon oft im Blog darüber geschrieben, dass es als Anleger sehr interessant ist, in die Schaufelhersteller zu investieren und nicht in die Goldgräber. Von den Schaufelherstellern hab eich bereits viele aus diversen Branchen vorgestellt.

Heute geht es um die Finanzbranche. Jack Henry und Jerry Hall gründete 1976 in Monett (Missouri) die heutige Jack Henry & Associates Inc. (WKN: 888286 / ISIN: US4262811015). Damals gab es nur zwei Softwarelösungen für die Banken in den USA. Somit bot sich ein riesiger Markt an, vor allem, weil die Software sehr teuer war, viele sich kleine Banken gar nicht leisten konnten und diese Tätigkeiten dann an Drittanbieter ausgelagert haben.

Heute würde man Jack Henry als ein Fintech-Unternehmen (Finanztechnologieunternehmen ) bezeichnen. Zu den Kunden zählen mehr als 7.500 Banken und Kreditgenossenschaften, welchen Jack Henry ein umfassendes Ökosystem für die Zahlungs- und Informationsverarbeitung bietet.

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Die Aktie notiert seit ihrem Allzeithoch im August 2021 rund 20 Prozent niedriger, konnte seit August 20 Prozent zulegen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (roll. Hochrechn.) liegt bei etwa 33, die Dividendenrendite bei 1,26 Prozent.

Ich persönliche liebe Softwareunternehmen. Die Banken-Branche ist besonders interessant. Banken sind so träge, dass sie noch heute COBOL-Software aus den 1960er Jahren einsetzen, weil sie Angst haben, wenn sie etwas anfassen, dass alles zusammenbricht. Selbst Senioren, welche damals als junge Hüpfer diese Systeme betreut haben, arbeiten immer noch für die Banken nebenbei, weil es sonst kaum jemanden gibt, der sich mit diesen Systemen auskennt. Natürlich lassen die sich das gut bezahlen.

Was ich mit dem COBOAL-Beispiel sagen möchte ist, wenn eine Bank sich einmal für eine Software entschieden hat, Unsummen für die Integration über Jahre investiert hat, bis endlich alles läuft, dass sie dann wohl kaum diese Software wechselt. Somit gibt es hier einen Burgraben. Einmal die Software verkauft und man verdient als Softwareunternehmen prächtig an der Wartung und Upgrades über Jahrzehnte.

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